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01.02.2007 08:17
Krösus Deutsche Bank
Deutschlands größtes Geldhaus hat seinen Gewinn im Schlussquartal 2006 fast vervierfacht. Die Deutsche Bank schnitt deutlich besser ab als Analysten ihr zugetraut hatten.
Bild zum Artikel Josef Ackermann 

Unter dem Strich seien von Oktober bis Dezember 1,8 Milliarden Euro verdient worden. Ein Jahr zuvor waren lediglich 487 Millionen angefallen – die Vorsorge für einen Rechtsstreit sowie Rückstellungen wegen der Krise eines Immobilienfonds hatten damals das Ergebnis gedrückt. 21 von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt für das Schlussquartal 2006 lediglich mit einem Überschuss von 1,438 Milliarden Euro gerechnet.

Im Gesamtjahr 2006 erzielte die Bank einen Netto-Gewinn von 6,0 Milliarden Euro nach 3,529 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn kletterte gleichzeitig um rund 33 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro von 6,1 Milliarden. Auch hier lag das Institut über den Marktschätzungen.

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Rendite: 31 Prozent
Das Institut übertraf zudem das von Bankchef Josef Ackermann gesetzte Ziel einer bereinigten Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent deutlich. Die Rendite kletterte auf 31 Prozent von 25 Prozent im Vorjahr.

Auch bei Provisionsüberschuss und Handelsergebnis war die Bank stärker als erwartet. Der Überschuss im Zinsgeschäft blieb trotz eines starken Anstiegs allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Der Zinsüberschuss legte um 15 Prozent auf 6,92 Milliarden Euro zu. Prognostiziert waren 7,08 Milliarden.

Das Handelsergebnis stieg um elf Prozent auf 8,25 Milliarden Euro (Prognose 7,85 Milliarden) zu, während der Provisionsüberschuss (Prognose 11,26 Milliarden) um 14 Prozent auf 11,54 Milliarden Euro kletterte.

Aktienrückkauf angekurbelt
Wie die Bank außerdem bekannt gab, hat sie den Rückkauf eigener Aktien im vierten Quartal wieder etwas forciert. Sie erwarb Papiere im Wert von 277 Millionen Euro. Von Oktober bis Dezember wurden insgesamt 2,8 Millionen Anteilscheine zu einem Durchschnittspreis von je 98,88 Euro erworben. Anfang Januar hatte das Institut mitgeteilt, mittlerweile mehr als fünf Prozent am eigenen Grundkapital zu halten.

Bereits am Mittwoch hatte die Deutsche Bank eine kräftige Dividendenerhöhung von 2,50 Euro auf 4,00 Euro angekündigt.

Ausblickend hieß es, der Vorstand sehe ausgezeichnete Chancen für "weiterhin anhaltende Erfolge im Jahr 2007".

bs
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