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Börsenwissen Grundlagen

Sechs verschiedene Ausrufezeichen

Richtig anlegen

Sechs goldene Regeln

von Notker Blechner

Stand: 27.07.2015, 16:08 Uhr

An der Börse kann man schnell Geld verdienen; genauso schnell kann man es aber auch wieder verlieren. So mancher Verlust kann vermieden werden, wenn man einige Grundregeln beachtet.

1. Klein anfangen

Ein Anleger sollte am Anfang nur einen geringen Betrag an der Börse investieren. Selbst wenn man monatlich nur eine kleine Summe beiseite legen kann, sollte man dies tun. Es ist besser, frühzeitig regelmäßig kleinere Beträge anzusparen als zu hoffen, später mit größeren Summen beginnen zu können. Die wenigsten Anleger können gleich mit Riesen-Beträgen ihre Geldanlage aufbauen und von vornherein systematisch streuen.

2. Nicht sein Haus riskieren

Aktien sollte man niemals auf Kredit kaufen. Egal wie schlecht die Börse läuft, die Bank verlangt ihre Zinsen und verliehenes Geld regelmäßig zurück. Dies kann sogar mit der Pfändung des Hauses oder des Autos enden.

3. Langfristig anlegen

Aktien, Indexzertifikate, Anleihen und Fonds sind nur dann die richtige Anlageform, wenn man Geld langfristig zur Verfügung hat - wenigstens drei Jahre. Es sollte auch nicht der "Notgroschen" sein, den man hier investiert. Langfristige Anlagen sind renditeträchtiger als kurzfristige. Oft kann man außerdem den Zinseszins-Effekt nutzen.

4. Anlagestrategie sorgfältig überlegen

Bevor man zum ersten Mal sein Geld an der Börse investiert, sollte man nichts überstürzen und die Anlageentscheidung gut überlegen. Es gilt, vor allem die Seriosität der Angebote zu prüfen. Von hochspekulativen Anlagen sowie Anlagen des grauen Kapitalmarktes, die keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, ist dringend abzuraten. Sonst droht möglicherweise ein Totalverlust.

5. Flexibel bleiben

Eine Anlage, in die man variabel einzahlen kann und bei Bedarf auch Auszahlungen erhält, ist gerade für Kleinsparer von Vorteil. So können beispielsweise Geldgeschenke der Anlage zu Gute kommen, und im Notfall bleibt das Geld nicht unerreichbar auf der "hohen Kante".

6. Streuung des Risikos

Die Vernunft gebietet jedem Anleger, nicht alles auf eine Aktie zu setzen. Es empfiehlt sich, sein Geld auf verschiedene Papiere aus verschiedenen Anlageklassen, also festverzinsliche Wertpapiere, Fonds und so weiter zu streuen. Dadurch werden Kursrückgänge bei einzelnen Werten von besser laufenden Papieren aufgefangen.

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