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Smartphone mit Chart liegt auf Unterlagen

Richtig anlegen

Gut informiert ist halb gewonnen

von Notker Blechner

Stand: 14.05.2012, 15:30 Uhr

Vor einer Investition an der Börse sollte man nicht nur mit dem Bankberater sprechen, sondern auch andere Informationsquellen wie Börsensendungen im Fernsehen, Anlegerzeitschriften und Börsenportale im Internet nutzen. Auch die Geschäftsberichte der Unternehmen sind hilfreich.

Beratung und gute Informationen sind gerade bei Aktien mit ihren Renditechancen, aber ebenso großen Verlustrisiken sehr wichtig. Darum sollten Börseneinsteiger mehrere Informationsquellen nutzen, bevor sie sich für den Schritt an die Börse entscheiden.

Börsensendungen in Fernsehen und Internet

Unabhängige Informationen liefern viele Medien. Im Fernsehen und Hörfunk gibt es eigene Börsensendungen, die über das aktuelle Geschehen an den Aktienmärkten berichten. Die ARD präsentiert jeden Werktag um 19:55 Uhr kurz vor der "Tagesschau" die "boerse vor acht". Auch in den Morgen- und Mittagsmagazinen sowie den "Tagesthemen" gibt es Informationen zu den Entwicklungen an den deutschen und internationalen Aktienmärkten. Auch auf den Videotext-Seiten der Fernsehsender sind die aktuellen Börsentrends nachzulesen.

Wer die Fernseh- und Radiosendungen verpasst, kann sie in der ARD-Mediathek finden - oder auf boerse.ARD.de. Auf Börsenportalen wie boerse.ARD.de werden nicht nur die neuesten Nachrichten zu Unternehmen und zur wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt, sondern auch schwierige Börsenbegriffe erklärt.

Hintergründe in Tageszeitungen und Anlegerzeitschriften

Über die Tagesaktualität hinaus sollte sich der Anleger in Tageszeitungen und Finanzzeitschriften informieren. Die meisten überregionalen Tageszeitungen verfügen über einen eigenen Finanzteil mit Hintergrundberichten über Unternehmen und Märkte. Einen wöchentlichen oder monatlichen Überblick über die Börsen-Trends kann sich der Anleger in den einschlägigen Wirtschafts- und Finanzmagazinen verschaffen.

Sobald die Suche nach der Anlageentscheidung konkreter wird, sind weitere Informationsquellen hilfreich. So bieten Banken Analysen zu einzelnen Branchen und Aktien. Nicht alle Analysen sind kostenpflichtig. Oft können einzelne Analysen im Internet kostenlos heruntergeladen werden. Allerdings sollte man bei jeder Aktienanalyse ihre Objektivität prüfen. Hat die Bank das analysierte Unternehmen an die Börse gebracht, gilt es, mit den Informationen vorsichtig umzugehen. Und: Auch Analysten sind nicht allwissend und irren regelmäßig.

Unternehmensinformationen aus erster Hand

Wer sich ein genaues Bild von Unternehmen machen will, bekommt viele Informationen über die Internetseite der Firma. Falls nicht, kann man Informationsmaterial in der Investor-Relations-Abteilung der Gesellschaft anfordern. Am wichtigsten ist der jährliche Geschäftsbericht. Aber auch Quartalsberichte und diverse Broschüren geben Aufschluss über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Auf Anleger- oder Fachmessen kann der Anleger das Unternehmen persönlich begutachten und Fragen zur Strategie stellen. Der direkte Kontakt per Telefon oder auf Messen zeigt dem Anleger, wie ernst er genommen wird. Denn ein Anleger muss Vertrauen haben in das Unternehmen, in das er investiert.

Börsengewinne sind kein Automatismus: Wer den Schritt an den Aktienmarkt wagen will, sollte sich zuvor einige grundlegende Gedanken machen. Anbei ein paar Tipps, wie Sie dabei vorgehen können. Mehr dazu: Sechs Goldene Regeln.

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