Smart Money Wie Sie schlau werden aus dem schlauen Geld

von Angela Göpfert

Stand: 18.02.2013, 14:34 Uhr

Wie verhalten sich die Profis, was macht das "Smart Money"? Viele Privatanleger schenken dieser Frage zu wenig Beachtung. boerse.ARD.de erklärt, was es mit dem schlauen Geld auf sich hat.

Drei blaue Fragezeichen

Drei Fragen. | Bildquelle: photos.com

Häufig werden gegen 20:00 Uhr (MEZ) obere oder untere Wendepunkte am US-Markt markiert. Zudem nimmt meist zum Ende des Handels hin das Volumen stark zu. All das wird als Indiz dafür gewertet, dass die professionellen Investoren verstärkt in den letzten beiden Handelsstunden der Wall Street aktiv werden.

In der ersten halben Handelsstunde scheinen sie dem Markt hingegen weitgehend fernzubleiben. Das mag damit zusammenhängen, dass häufig um 16:00 Uhr (MEZ) wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht werden.

Was macht das schlaue Geld?

Das Anlageverhalten des schlauen Geldes wird über diverse Indikatoren erfasst. So misst der "Smart Money Flow Index" (SMFI) die Differenz zwischen dem 16:00-Kurs und dem Schlusskurs des Dow Jones Index. Der "Late Day Index" hingegen misst die Differenz zwischen dem 20:00-Kurs und dem Schlusskurs des Dow Jones. Ein Vergleich mit dem Verlauf des Dow Jones von 15:30 bis 22:00 Uhr (MEZ) zeigt, ob sich das schlaue Geld anders verhält als der Gesamtmarkt.

Ein Beispiel: Ist der Schlusskurs des Dow Jones regelmäßig niedriger als der Kurs eine halbe Stunde nach Marktöffnung, so zeigt der SMFI relative Schwäche gegenüber dem Index. In einem solchen Fall würde das "smarte Geld" die Kurseuphorie des "dummen Geldes" regelmäßig für Verkäufe nutzen. Experten sehen in einer solchen Divergenz ein Indiz für eine bevorstehende Korrekturbewegung des Marktes.

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