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Aktienkennziffern Das KUV zur Bewertung von Aktien

Stand: 14.07.2017, 15:40 Uhr

Das KUV, kurz für Kurs-Umsatz-Verhältnis, ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Preiswürdigkeit eines Unternehmens.

Die Kennzahl der Fundamentalanalyse kann auf zwei Arten berechnet werden: Möglichkeit eins ist es, die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zum (geschätzten) Umsatz des Unternehmens zu setzen. Die Marktkapitalisierung bezeichnet hierbei den aktuellen Börsenwert des Unternehmens, der sich aus Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl an Aktien ergibt. Möglichkeit zwei ist es, den Kurs der Aktie durch den Umsatz je Aktie zu teilen.

Je höher das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist, desto teurer erscheint das Unternehmen. Vor allem bei jungen Unternehmen, bei denen noch keine Gewinne anfallen, wird als Alternative zum KGV auf das KUV zurückgegriffen. Aber auch bei etablierten Unternehmen mit großen Umsätzen und vorübergehenden Verlusten kommt das KUV zum Einsatz.

Zu eindimensional

Da eine einzelne Betrachtung des KUV-Verhältnisses zur Bewertung von Unternehmen zu eindimensional wäre, sollten weitere Kennzahlen zur Bewertung herangezogen werden. Außerdem sollte das Ergebnis mit anderen Unternehmen aus derselben Branche verglichen werden. Das Hauptproblem des Kurs-Umsatz-Verhältnisses besteht darin, dass die Profitabilität des Unternehmens ignoriert wird.

Zu beachten ist auch, dass das Ergebnis stark von dem zugrunde gelegten Kurs abhängt. Mit Jahresdurchschnittskurs, Jahresendkurs oder aktuellem Aktienkurs ergeben sich teils erhebliche Unterschiede im Ergebnis. Daher ist bei einfachem Ablesen der Kennzahl in verschiedenen Finanzportalen Vorsicht geboten. Auf der anderen Seite kann ein niedriges KUV statt einer günstigen Kaufgelegenheit sogar ein Warnzeichen sein. So können katastrophale Zukunftsaussichten zu einer geringen Bewertung geführt haben. Ein Kauf alleine aufgrund eines niedrigen KUV kann sich daher als fataler Fehler herausstellen.

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