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Fehler vermeiden mit Depotleichen Von der Identifizierung bis zum Verkauf

Comiczeichnung eines Zombie mit Aktentasche

Depotleichen erkennen

Leider passiert es immer wieder, dass sich Aktien, Anleihen oder Fondsanteile nicht so entwickeln wie gewünscht. Dabei stellt sich die Frage nach dem Umgang mit solchen Investments: Rausschmeißen und Verluste realisieren oder auf bessere Zeiten hoffen?

Fehler vermeiden mit Depotleichen Von der Identifizierung bis zum Verkauf

Comiczeichnung eines Zombie mit Aktentasche

Depotleichen erkennen

Leider passiert es immer wieder, dass sich Aktien, Anleihen oder Fondsanteile nicht so entwickeln wie gewünscht. Dabei stellt sich die Frage nach dem Umgang mit solchen Investments: Rausschmeißen und Verluste realisieren oder auf bessere Zeiten hoffen?

Comiczeichnung:Zombies kommen aus einem Gräbern

Was ist eine Depotleiche?

Doch wie erkennt man eigentlich eine Depotleiche? Deutliches Warnsignal ist ein markanter Kursrückgang von 20 bis 30 Prozent innerhalb weniger Monate, ohne dass der Gesamtmarkt ähnlich schlecht gelaufen wäre. Wenn dann auch noch die Dividende gestrichen oder eine Gewinnwarnung ausgesprochen wird, sollten sich Anleger zum Verkauf entscheiden.

Mann mit angstverzerrtem Gesicht

Angst

Viele Menschen haben allerdings eine psychologische Sperre, wenn es darum geht einen Verlust zu realisieren. Denn damit würden sie sich ja eingestehen müssen, einen Fehler begangen zu haben und Geld zu verlieren. Von dieser Denke sollten sich die Anleger aber befreien. Ein Wertpapier, das 50 Prozent eingebüßt hat, müsste um 100 Prozent steigen, um wieder zum Einstiegspreis zu gelangen. Das kann passieren, ist in den meisten Fällen aber unwahrscheinlich. Anleger sollten in diesem Fall lieber verkaufen und mit dem verbliebenen Geld ein neues Engagement eingehen.

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Depotleichen - was tun?

Um zu verstehen, ob es sich bei einem im Minus notierenden Wertpapier um eine Depotleiche handelt, sollte man in zwei Schritten vorgehen. Zunächst sollte geprüft werden, wie sich der Aktienmarkt und die Branche, aus der das Papier stammt, entwickelt haben. Steht die gesamte Börse oder zumindest die Branche unter massivem Druck, ist die Chance auf eine Erholung nach der Krise relativ groß. Zumindest dann, wenn die eigene Aktie nicht deutlich mehr an Wert verloren hat als der Gesamtmarkt.

Faulende Pflaumen

Faulendes Obst

In einem zweiten Schritt sollte man sich das Unternehmen selbst ansehen. Wie schaut die Bilanz aus, werden Verluste geschrieben, was sagt die Geschäftsleitung, was sagen die Analysten? Kommt man nach entsprechender Prüfung zu dem Schluss, dass in nächster Zukunft nicht mehr mit einem Wachstum und einer entsprechenden Kurserholung zu rechnen ist, sollte man sich entschließen, das Papier zu veräußern.

Asian Bamboo: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 5 Jahre

Asian Bamboo

Der typische Fall für eine solche Depotleiche ist der in Frankfurt notierte Bambusanbauer Asian Bamboo. Das einst 40 Euro teure Papier ist inzwischen auf weniger 20 Cent eingebrochen. Im Mai letzten Jahres wurde Insolvenz angemeldet, Vorstand und Aufsichtsrat haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt.

Als Zombie geschminkte Frau mit Dollarscheinen

Depotleichen verursachen Kosten

Anleger, die sich zum Verkauf entschließen, sollten dennoch prüfen, ob das in Frage kommende Wertpapier auch tatsächlich wertlos ist. Auch wenn Aktien nicht mehr gehandelt werden oder auf Penny-Stock-Niveau gefallen sind, kann es sich lohnen, kurz nachzuforschen: Gibt es Sammelverfahren für geschädigte Aktionäre oder Anleihengläubiger, könnten sich noch juristische Ansprüche an das betreffende Unternehmen ergeben.

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Depotleichen ausbuchen

Wenn sich Wertpapiere nicht mehr verkaufen lassen, weil ihr Kurs auf null gefallen oder die Firma gar schon erloschen ist, sollte man seine depotführende Bank bitten, die Papiere einfach auszubuchen. Denn in manchen Fällen verschlingen Depotleichen immer noch Gebühren. Also nichts wie raus mit den Titeln.

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