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Schützende Hände über Schlipsträger-Figuren

Deutschland, deine Anlegerschützer

Ursula Mayer

Stand: 07.06.2012, 15:44 Uhr

In Aktien, Fonds und Zertifikate sind hierzulande nach Informationen des Deutschen Aktieninstituts ungefähr 8,5 Millionen Anleger investiert. Den meisten fällt es nicht leicht, sich durch den Informationsdschungel eine Bresche zu schlagen. Einige vertrauen sich Anlegerschützern an.

Hierzulande gibt es einige Organisationen, die sich speziell das Recht der Minderheitsaktionäre auf die Fahne geschrieben haben. Flaggschiff ist mit ungefähr 25.000 Mitgliedern die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) aus Düsseldorf. Deren Vertreter prangern bei Hauptversammlungen Missstände an, betreiben Lobby- und Medienarbeit und ziehen stellvertretend für ihre Mitglieder vor Gericht.

Interessenkonflikte scheinen vorprogrammiert

Genau wie die Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) aus München. Sie ist mit rund 12.000 Mitgliedern die zweitgrößte Interessensvertretung dieser Art in Deutschland. Ein gängiges Problem: Bei Anlegerschutzorganisationen sind häufig Juristen, Geschäftsleute oder auch Wirtschaftprüfer aktiv. Da scheinen Interessenskonflikte vorprogrammiert. Von ihrer oft ehrenamtlichen Tätigkeit könnten Anlegerschützer in der Tat häufig auch beruflich profitieren, stellt Rüdiger von Rosen vom Deutschen Aktieninstitut fest. Trotzdem sind die Organisationen auf deren Fachwissen angewiesen.


Speziell für den Raum Frankfurt und Düsseldorf fühlt sich die Frankfurter Aktionärsschutzvereinigung Investor Communication Group zuständig. Sie hat sich aus einem Zusammenschluss von Aktionären gebildet und ist mit rund 100 Mitgliedern deutlich kleiner. Das gilt auch für die Gesellschaft für Wertpapierinteressen, die ihren Sitz ebenfalls in Frankfurt hat. Die Gesellschaft kämpft dafür, dass Besitzer von historischen Wertpapieren nicht leer ausgehen.

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