Bitcoin-Münzen

Kryptowährung einfach erklärt Das sollten Sie über den Bitcoin wissen

Stand: 31.07.2017, 14:27 Uhr

Der Bitcoin-Kurs ist rasant in die Höhe geschossen und alle reden über die neue Kryptowährung - meist ohne zu verstehen, was sich wirklich dahinter verbirgt. boerse.ARD.de lichtet für Sie den Krypto-Dschungel.

Die Technologie hinter dem Bitcoin heißt Blockchain und ist "open source", also öffentlich einsehbar. Die Idee hatte ein gewisser Satoshi Nakamoto, wobei die wahre Identität dieser Person nicht bekannt ist. 2007 veröffentlichte Nakamoto eine wissenschaftliche Arbeit, in der die Technologie beschrieben wurde. Das Ziel war, ein System zu erschaffen, welches nicht manipuliert werden kann und es ermöglicht, Geldbeträge schnell, anonym und ohne hohe Transaktionsgebühren um die Welt zu schicken. Des weiteren wird keine höhergestellte Instanz benötigt. Das Bitcoin-Netzwerk überwacht sich selbst.

So funktioniert die Blockchain

Die Blockchain besteht aus unendlich vielen (Daten)Blöcken, in denen alle Transaktionen gespeichert werden. Die Blockchain aktualisiert sich alle zehn Minuten, damit alle Nutzer über dieselbe “Wahrheit” verfügen. Das Netzwerk, also die speziellen Rechner, die eine gewisse Software installiert haben, überprüfen dann die Transaktionen. Eine Manipulation des Systems scheint ausgeschlossen.

Eine Hand liegt auf einer PC-Tastatur

Das Bitcoin-Wallet, also das Bitcoin-Konto, ähnelt einem Bankkonto. Der Unterschied ist, dass nicht der Vor-und Nachname in der Kontoadresse steht, sondern eine kryptische Zahl, die den Inhaber anonym werden lässt. Davon können beliebig viele angelegt werden. So kann zwar jeder sehen, wie viele Bitcoins wann den Besitzer gewechselt haben und ob auch ausreichend Bitcoins auf dem Konto des Senders waren. Aber es ist schwer, den Namen hinter den Adressen zu ermitteln.

Vergisst man allerdings die Zugangsdaten zum eigenen Wallet, so kommt man nicht mehr dran. Eine “Passwort zurücksetzen”-Funktion gibt es nicht. Das ähnelt ein bisschen einem herkömmlichen Geldbeutel. Findet jemand die Zugangsdaten, so kann er sich bedienen. Und ist eine Transaktion in Auftrag gegeben und hat sich ein Fehler eingeschlichen, so kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Der Anreiz für Nutzer

Das Mining, also das "Schürfen" von Bitcoins, geschieht durch bloße Rechenleistung, nämlich die Verarbeitung von Bitcoin-Transaktionen. Als Belohnung für die Überwachung der Transaktionen erhält der Nutzer, dessen Hardware zuvor den neuesten Block gefunden hat, derzeit 12,5 Bitcoin als Belohnung. Dieser Wert halbiert sich alle zwei Jahre, sodass gegen 2140 alle 21 Millionen verfügbaren Bitcoins "geschürft" sind. Momentan sind etwa 16,5 Millionen Bitcoins geschürft.

Der Bitcoin kann sowohl als Zahlungsmittel als auch als Spekulationsobjekt genutzt werden. Jeder kann mit entsprechender Hard- und Software Bitcoins minen oder mit einem Bitcoin-Wallet seine Bitcoins handeln. Der Preis eines Bitcoins richtet sich lediglich nach Angebot und Nachfrage, es gibt keinen realen Wert dahinter.

Darstellung: