Bundesweite Großrazzia S&K wird des Anlagebetrugs verdächtigt

Stand: 19.02.2013, 16:16 Uhr

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ist gegen mutmaßliche Anlagebetrüger vorgegangen. Sie verdächtigt die Frankfurter Firmengruppe S&K, gemeinsam mit einem Hamburger Unternehmen tausende Anleger geprellt zu haben.

Razzia bei S&K in Frankfurt

Razzia bei S&K in Frankfurt. | Quelle: picture-alliance/dpa

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen der Verdachts auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug sowie Untreue. Im Zuge einer bundesweiten Großrazzia durchforsteten zahlreiche Beamte auch Büros in Frankfurt und Hamburg.

Gegenstand der Ermittlungen seien mehrere millionenschwere Anlagefonds, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Bei den Durchsuchungen seien sechs Verdächtige im Alter zwischen 33 und 70 Jahren verhaftet und weitere Beschuldigte festgenommen worden.

Wieder einmal ein Schneeballsystem?

Die Verdächtigten sollen ein umfassendes Schneeballsystem aufgebaut und so einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht haben. Ihren Kunden, tausenden Anlegern, sollen sie nach der Finanzkrise 2008 sichere Anlageformen versprochen haben. Das seien meist gemischte Fonds mit Immobilienanteil gewesen. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es Zweifel über die Werthaltigkeit der Finanzprodukte gegeben.

Mit den Anlagegeldern sollen die Verdächtigen nach Angaben der Strafverfolger ihren, so wörtlich, "extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil" finanziert haben. Zudem sei das das Geld in das Eigentum von Unter-Firmen, der beschuldigten Personen oder deren Verwandten übergegangen. Nach eigenen Angaben konnte die Justiz noch Vermögenswerte in Höhe von 100 Millionen Euro sicherstellen. Das Ermittlungsverfahren läuft seit Mitte 2012.

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