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Anlegerschutz

Teakholz-Stämme

Vermögenswerte aufgetaucht

Neue Hoffnung für Green-Planet-Investoren

Stand: 13.11.2014, 15:16 Uhr

Längst ist die Akte Green Planet nur noch ein Fall für die Justiz. Das nächste Kapitel wird am 18. November geschrieben, wenn die Gläubiger sich treffen. Es könnte dabei zu einer ungeahnten Wendung kommen.

Denn nach eigenen Angaben ist es dem Insolvenzverwalter der Green Planet AG, Rechtsanwalt Miguel Grosser, gelungen, erhebliche Vermögenswerte zu Gunsten der Gläubiger zu sichern. Vor allem Immobilienvermögen in Costa Rica, wie eine Finca und Plantagen.

Interessant auch die Erkenntnis, dass die Green Planet Costa Rica S.A. grundsätzlich ein funktionsfähiger Betrieb sei, der gewinnbringend arbeiten könne, hieß es weiter. Dies sei das Ergebnis umfangreicher Prüfungen der Geschäfts-, Bank- und Grundbuchunterlagen.

Ein Funke Hoffnung

"Für die betroffenen Anleger ist das eine gute Nachricht", sagt der Frankfurter Rechtsanwalt Klaus Nieding. Wenigstens auf einen gewissen Anteil der getätigten Investitionen könnten die Anleger durch die Verwertung der Vermögenswerte hoffen.

Diese hatten der Green Planet AG insgesamt 15 Millionen Euro anvertraut, nachdem ihnen mit dem ökologischen Anbau und Verkauf von Teakholz und Naturkautschuk eine Rendite von 13 Prozent versprochen worden war. Mittlerweile ermittelt die Justiz gegen den Geschäftsführer und zwei weitere Personen.

Gläubigerversammlung am 18. November

Anwalt Nieding betont angesichts der neuen Wendung die besondere Notwendigkeit für die Gläubiger, ihre Forderungen anzumelden. "Trotz des Ablaufs der Anmeldungsfrist besteht für alle Geschädigten bis zum 18.11.2014 noch die Möglichkeit, ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anzumelden, soweit dies bisher noch nicht geschehen sein sollte", erklärt Nieding. Dies sei nach Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter nicht mit Kosten verbunden.

Auf der Gläubigerversammlung sollen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft des Unternehmens beschlossen werden. Der Verhandlungsort wurde vom Amtsgericht Frankfurt geändert. Verhandelt wird nun in Saal 102, Gebäude A, Gerichtsstraße 2 in 60313 Frankfurt am Main.

rm

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