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Massive Bilanzfehler

Hess AG: Gewinne in Millionenhöhe korrigiert

Stand: 22.01.2014, 14:24 Uhr

Bis zuletzt haben die beiden Ex-Vorstände beharrlich Verfehlungen bestritten. Jetzt hat der Insolvenzverwalter die Gewinnausweise der Hess AG um mehrere Millionen nach unten korrigiert. Jetzt können getäuschte Aktionäre Schadensersatz geltend machen.

IPO Hess Börsengang 1408. | Quelle: Unternehmen

Danach fielen die Ergebnisse nach Steuern der Jahre 2007 bis 2011 um 23,2 Millionen Euro niedriger aus als ursprünglich ausgewiesen, wie der Insolvenzverwalter Volker Grub am Mittwoch mitteilte.

Für das Jahr 2012, für das lediglich der Entwurf eines Jahresabschlusses vorlag, seien Fehler im Ergebnis in Höhe von 20,4 Millionen Euro aufgedeckt worden. Grub hatte bereits im November den Bericht eines Wirtschaftsprüfers vorgelegt, der Bilanzfehler des Leuchtenherstellers in entsprechender Höhe auflistete.

Die Hess AG hatte vor gut einem Jahr kurz nach ihrem Börsengang Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Ex-Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler sowie weitere Verdächtige - unter anderem wegen Bilanzfälschung. Die beiden Männer haben die Vorwürfe wiederholt bestritten. Der Insolvenzverwalter werde nun Schadensersatzansprüche von Aktionären, die beim Kauf der Aktien auf Basis der unrichtigen Jahresabschlüsse getäuscht wurden, anerkennen, hieß es. Nach Angaben eines Sprechers belaufen sie sich bislang auf 30 Millionen Euro.

dpa-AFX

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