Anlegerschutz

Strafprozess gegen "Börsen-Guru" Frick Frick-Verteidiger räumen Kursmanipulation ein

Stand: 12.02.2014, 10:23 Uhr

Nach dem Geständnis des ehemaligen "Börsen-Gurus" Markus Frick hat nun auch die Verteidigung einen Verstoß ihres Mandanten gegen das Wertpapierhandelsgesetz zugestanden.

Einen konkreten Strafantrag stellten die Verteidiger von Markus Frick zwar nicht, beantragten jedoch, dass die Strafe "nicht über das vom Staatsanwalt geforderte Strafmaß hinausgeht". Für den Mitangeklagten Michael J. forderte dessen Verteidiger eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

Zudem kündigte die Verteidigung an, eventuell einen Antrag auf Halbstrafe zu stellen, mit dem Ziel, dass die für Frick verhängte Strafe nach der Hälfte der Zeit unter Auflagen ausgesetzt würde.

Mehr als zwei Jahre Haft gefordert

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche für den einschlägig vorbestrafen Angeklagten zwei Jahre und drei Monate Haft gefordert. Frick wird vorgeworfen, für rund zwei Millionen Euro Schmiergeld gezielt falsche Anlagetipps verbreitet zu haben, um den Kurs der besprochenen Aktien in die Höhe zu treiben.

Frick hatte im Prozess vor dem Frankfurter Landgericht den Vorwurf eingeräumt und gesagt, 1,9 Millionen Euro in bar erhalten zu haben, weil er die Aktie eines Internet-Versands empfohlen habe.

Vorwurf des bandenmäßigen Betrugs fallen gelassen

Den Vorwurf des bandenmäßigen Betrugs gegen Frick wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft "in Anbetracht der anderen Vorwürfe" fallengelassen.

Frick hatte diesen Vorwurf stets von sich gewiesen. Von den erhaltenen 1,9 Millionen Euro will er 660.000 Euro an Geschäftspartner weitergeleitet haben, die verbliebenen 1,24 Millionen Euro könne er dem Gericht übergeben. Alle übrigen Aktien habe er nach bestem Wissen und gründlicher Analyse öffentlich zugänglicher Informationen empfohlen und dafür auch keine versteckten Zahlungen erhalten.

Das Urteil soll am kommenden Dienstag, den 25. Februar, fallen.

lg

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