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Verdacht auf Marktmanipulation

"Börsenguru" Markus Frick in Untersuchungshaft

Stand: 21.01.2013, 11:56 Uhr

Der Börsenexperte Markus Frick ist verhaftet worden und sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihm Marktmanipulation und gewerbsmäßigen Betrug vor.

Markus Frick im März 2011 im Berliner Landgericht

Markus Frick im März 2011 im Berliner Landgericht. | Quelle: picture-alliance/dpa

Derzeit würden die Ermittlungen in Deutschland und im Ausland laufen, berichtete Nadja Niesen, stellvertretende Pressesprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Beteiligt sind auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin und das hessische Landeskriminalamt.

Im Fokus der Ermittler stehen nach Aussagen der Staatsanwaltschaft Börsenbriefe, für dessen Herausgabe Markus Frick verantwortlich gewesen sein soll, und die damit verbundenen Kaufempfehlungen. Der Schaden für die Anleger belaufe sich auf etwa fünf Millionen Euro, erklärte Niesen. [Hinweis der Redaktion: Nach Sachstand vom August 2013 geht die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift von einer Schadenshöhe von rund 625.000 Euro aus.]

Der tiefe Fall des "Selfmademan"

Daniel Krause, der Anwalt des Beschuldigten, bestätigte, dass derzeit Ermittlungen laufen. Es gebe bei diesem neuen Verfahren allerdings keinen Zusammenhang mit einem früheren Verfahren, betonte er. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft konnte dazu zum derzeitigen Stand keine Aussage treffen.

Bereits im April 2011 war der gelernte Bäcker, der zwischenzeitlich eine eigene TV-Show auf N24 moderierte, einen Börsenbrief vertrieb und Bücher wie "Das Geld liegt auf der Straße" schrieb, wegen Marktmanipulation zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Berliner Richter sah es als erwiesen an, dass Frick zwischen September 2005 und Juni 2007 in seinen Email-Börsenbriefen Aktien empfohlen hat, die er selbst besaß. Dabei habe er wirtschaftliche Interessen gegenüber den Anlegern verheimlicht.

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