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Sinnvoll fürs Alter sparen

Raus aus dem Renten-Dilemma?

Dass die gesetzliche Rente sicher niedrig ausfallen wird, kommt immer mehr Bundesbürgern schmerzlich zu Bewusstsein. Privat vorzusorgen, ist für Anleger wichtiger denn je, nur so kann die Altersarmut abgewendet werden. Bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau kein leichtes Unterfangen.

Rendite und Risiko müssen abgewägt werden

Der Blick in die Zukunft ist für viele künftige Rentner nicht rosig: Bis zum Jahr 2030 soll das Rentenniveau von derzeit 51 Prozent des durchschnittlichen Nettoverdienstes auf nur noch 43 Prozent sinken. Laut Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) muss ein Durchschnittsverdiener der 2030 in Rente geht 32,6 Rentenbeitrags-Jahre vorweisen – um dann eine gesetzliche Rente zu erhalten, die auf Höhe des Grundsicherungs-Niveaus von 680 Euro liegt.

"Nicht für Tiefzinsphase gebaut"
Vorsorgen in den Jahrzehnten vor dem Rentenantritt wird damit für viele Sparer zur Pflicht und gleichzeitig zur Herausforderung. Die aktuelle Diskussion fällt in eine Zeit, in der viele Formen der Vorsorge in ihrem Ruf zumindest angeschlagen sind (s. dazu unsere Übersicht: Privat vorsorgen, aber wie?). Die Versicherer können angesichts des Zins-Tiefs kaum attraktive Renditen für Kunden von privaten Rentenversicherungen anbieten. Das Modell der deutschen Lebensversicherung sei "nicht für eine Tiefzinsphase gebaut worden", so der Vorstandschef der Münchener Rückversicherung, Nikolaus vom Bomhard, vor kurzem.

Riester, der Rohrkrepierer?

Auch die Riester-Rente, eigentlich als Waffe gegen die sich auftuende "Rentenlücke" gedacht, bekommt immer wieder schlechte Noten. Zu kompliziert, wegen der hohen Gebühren vieler Anbieter kaum ertragreich und noch dazu der Besteuerung im Rentenalter ausgesetzt, lauten die Kritikpunkte.

Wer Geld auf Tages- oder Festgeld-Konten anlegen will, muss schon ein Schnäppchen machen, um eine Verzinsung oberhalb des Inflationsniveaus von derzeit rund zwei Prozent zu erzielen.

Immobilie als Zuflucht – Aktienmarkt als Retter?

Kleine Beträge mit großem Effekt: Aus monatlich 250 Euro wird bei einer langjährigen Rendite am Aktienmarkt von sechs Prozent in 40 Jahren knapp eine halbe Million Euro.

Umgekehrt ist der Run auf Immobilien zur Alterssicherung auch durch die historisch niedrigen Bauzinsen motiviert. Allerdings hat die hohe Nachfrage nach dem "Betongold" die Preise für die Objekte, besonders in gehobenen Lagen, weiter steigen lassen. Mehr Rendite als Inflation verspricht damit vor allem der Aktienmarkt, auch wenn hier naturgemäß heftige Schwankungen in Kauf genommen werden müssen.

Lange sparen sorgt für hohe private Rente

Egal wie Rücklagen für die Zeit nach dem Arbeitsleben aufgebaut werden: Wichtig ist in jedem Fall der Faktor Zeit. Der Zinseszins-Effekt, von Finanzmathematikern als achtes Weltwunder gepriesen, sorgt gerade bei langen Ansparzeiträumen dafür, dass aus kleinen Sparbeträgen ein Vermögen wird, mit dem die Aussichten auf das Rentnerdasein deutlich weniger getrübt sind (s. unsere Grafik).

Stand: 14.09.2012, 16:18 Uhr

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