Rentnerfiguren vor Eurostapeln

It’s the Zinsflaute,… Pensionslasten der Dax-Konzerne wachsen

Stand: 21.03.2017, 18:53 Uhr

Die Dax-Konzerne müssen sich mit milliardenschweren Pensionslasten herumschlagen. Das Niedrigzins-Umfeld sorgt dafür, dass die Unternehmen mehr Geld für ihre Verpflichtungen zurücklegen müssen.

Der Druck auf Deutschlands Börsenschwergewichte durch milliardenschwere Pensionslasten ist angesichts der Zinsflaute weiter gewachsen, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson. Demnach stiegen die Pensionsverpflichtungen der Dax-Konzerne im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent auf 396 Milliarden Euro.

Rentner-Figur sitzt auf einem Münzstapel

Rentner. | Bildquelle: Imago

Der Grund: Die Unternehmen müssen wegen der Niedrigzinsen am Kapitalmarkt immer mehr Geld für künftige Betriebsrenten zurücklegen. Denn je stärker der Zinssatz für die Bewertung der Verpflichtungen sinkt, desto mehr müssen Unternehmen, die nach internationaler Rechnungslegung bilanzieren, für ihre Pensionsverbindlichkeiten berücksichtigen.

Der Rechnungszins orientiert sich an der Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Bewertung. Im vergangenen Jahr sank der Zins den Angaben zufolge von 2,5 Prozent auf nur noch 1,8 Prozent.

"Voll finanziert"

An der Höhe der zugesagten Rentenzahlung ändert sich durch Veränderungen des Rechnungszinses aber nichts. "Die Pensionsverpflichtungen sind voll finanziert", betonte Willis Towers Watson-Experte Thomas Jasper.

Denn dank guter Erträge und umfangreicher Einzahlungen wuchsen die Pensionsvermögen der Dax-Konzerne 2016 um 5,7 Prozent auf 249 Milliarden Euro. Der Deckungsgrad, als das Verhältnis zwischen Pensionsvermögen und Pensionsverpflichtungen, dank damit nur leicht von 65 auf 63 Prozent.

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Für die Studie wurden Daten von 25 der insgesamt 30 Dax-Konzerne ausgewertet, die bisher Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt haben. Bei den anderen berücksichtigte Willis Towers Watson die Vorjahreswerte.

ts

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