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Quellensteuer auf Auslandsdividenden Wer will wie viel?

Britische Fähnchen an einer Leine aufgereiht

Großbritannien

Der Finanzplatz London bleibt in Sachen Dividenden für deutsche Anleger attraktiv, auch nach dem Brexit. Die Briten verzichten bereits seit Jahrzehnten auf eine Quellensteuer auf Dividenden, die von Ausländern vereinnahmt werden. Die Abgeltungssteuer wird dann wie bei deutschen Dividenden automatisch abgeführt.

Quellensteuer auf Auslandsdividenden Wer will wie viel?

Britische Fähnchen an einer Leine aufgereiht

Großbritannien

Der Finanzplatz London bleibt in Sachen Dividenden für deutsche Anleger attraktiv, auch nach dem Brexit. Die Briten verzichten bereits seit Jahrzehnten auf eine Quellensteuer auf Dividenden, die von Ausländern vereinnahmt werden. Die Abgeltungssteuer wird dann wie bei deutschen Dividenden automatisch abgeführt.

US-Flagge

USA

In den Vereinigten Staaten beträgt die Quellensteuer auf Dividenden eigentlich 30 Prozent. Davon wird die Hälfte allerdings bereits erlassen, wenn die Depotbank den Status eines "Qualified intermediary" hat. Das gilt für fast alle deutschen Geschäftsbanken und Online-Broker. Die restlichen zehn Prozent Abgeltungssteuer werden dann vom deutschen Fiskus erhoben.

Japan

Auch Dividenden auf die Aktien von Sony & Co. sind aus Anlegersicht unproblematisch. Die Quellensteuer beträgt auch hier 15 Prozent, die auf die Abgeltungssteuer voll angerechnet werden.

Die Schweizer Landesfahne weht am Großen Aletschgletscher

Schweiz

Stolze 35 Prozent beträgt die "Verrechnungssteuer" im Land der Eidgenossen. Davon können die üblichen 15 Prozent mit der deutschen Abgeltungssteuer verrechnet werden. Den Rest muss sich der Anleger aus der Schweiz per Antrag zurückholen.

Grafische Darstellung einer Frankreichkarte mit Flagge

Frankreich

Deutlich steiniger ist der Weg zur Rückführung zu viel gezahlter Quellensteuer aus Frankreich. Sie beträgt 30 Prozent, wovon die Hälfte auf die Abgeltungssteuer angerechnet wird. Eine Rückforderung muss hier über die Depotbank geltend gemacht werden. Das kostet unter Umständen Gebühren, die den Ertrag der zurückgeholten Steuer-Euros übersteigen.

Stadtansicht von Venedig in grün-weiß-rot

Italien

In Sachen ausländischer Quellensteuer gilt Italien als Problemland. Mit 26 Prozent liegt die Steuer seit 2014 auch hier über den anrechenbaren 15 Prozent. Auf die restlichen elf Prozent müssen Anleger zum Teil jahrelang warten.

Norwegische Flagge

Norwegen

Spezielle Regelungen gibt es in Norwegen für den Umgang mit der dort 25-prozentigen Quellensteuer. Diese ist nicht auf die Abgeltungssteuer anrechenbar. Es bleiben Anlegern hier zwei Möglichkeiten: Auf Antrag kann man sich als EWR-Bürger die norwegische Steuer komplett erlassen lassen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, zehn Prozent zurückzufordern und sich den Rest per Steuererklärung vom deutschen Fiskus zurückzuholen.

Spanische Flagge, davor Euromünze

Spanien

Große Mühsal hatten Anleger in spanischen Aktien bis 2015. Die 21-prozentige Quellensteuer war bis dahin nicht anrechenbar. Das hat sich nun geändert. Die restlichen sechs Prozent zu viel gezahlte Steuer (jetzt können 15 Prozent angerechnet werden) können sich Anleger per Antrag zurückholen. Das geschieht kostenfrei binnen sechs bis acht Monaten.

Österreichische Flagge

Österreich

In Österreich wurde die Quellensteuer angehoben: Seit 2015 liegt sie bei 27,5 Prozent. Standardmäßig sind hiervon 15 Prozent auf die Abgeltungssteuer anrechenbar, den Rest gibts per entsprechedem Antrag zurück.

Schwedische Flagge

Schweden

Auch die Schweden bitten mit 30 Prozent Steuer zunächst kräftig zur Kasse. Die Rückholung der nicht anrechenbaren 15 Prozent geht aber auch hier unproblematisch vonstatten.

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