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US-Wahljahr 2016

Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Urne vor US-Flagge

It's the economy, stupid!

Weiß die Börse mehr?

Stand: 01.03.2016, 13:57 Uhr

Die massiven Kursverluste seit Jahresbeginn haben auch Folgen für die Präsidentschaftswahl in den USA. Was sagt der Dow-Indikator?

Nun, der US-Aktienmarkt sagt klar und deutlich: Die Republikaner werden im November ins Weiße Haus zurückkehren. Und er sagt es nicht einfach – nein, er brüllt es uns geradezu entgegen.

Denn das Wahljahr 2016 ist für Anleger am amerikanischen Aktienmarkt bislang desaströs verlaufen. Auf 5,2 Prozent beläuft sich bislang das Minus beim Dow Jones Industrial Average Index.

Starke Aktien, starke Gewinne für die amtierende Partei

Dieses Aktien-Minus spielt wiederum den Republikanern in die Hände. Laut einer Statistik von "Marketwatch"-Kolumnist Mark Hulbert korreliert ein starker Aktienmarkt eng mit dem Wahlgewinn der Partei des amtierenden Präsidenten. Fällt der Aktienmarkt aber, stehen die Zeichen auf einen Parteienwechsel im Weißen Haus.

Anleger tun in diesem Zusammenhang gut daran, sich an ein Bonmot von James Carville, Wahlkampfmanager von Bill Clinton, zu erinnern. Das Kommunikationsgenie wusste schon 1992, worauf es im US-Präsidentschaftswahlkampf wirklich ankommt: "It's the economy, stupid!"

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum 5 Jahre
Kurs
17.873,22
Differenz absolut
44,93
Differenz relativ
+0,25%
S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum 5 Jahre
Kurs
2.099,06
Differenz absolut
8,96
Differenz relativ
+0,43%
Nasdaq 100: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum 5 Jahre
Kurs
4.512,54
Differenz absolut
24,58
Differenz relativ
+0,55%

Kleiner Hoffnungsschimmer für die Demokraten

Einen Silberstreif am Horizont gibt es aber noch für die Demokraten: Das Aktien- und Wahljahr 2016 ist noch jung. Es bleibt also noch genügend Zeit für die Märkte, ihren Boden zu finden.

So könnte etwa die Fed im März nicht nur ihren Zinserhöhungszyklus stoppen, sondern sogar ein neues QE-Programm ankündigen. Wir erinnern uns: Es waren massive geldpolitische Stimuli, welche den Bärenmarkt 2011 gerade noch rechtzeitig aufhalten könnten.

Ein ähnliches Vorgehen der Fed bei ihrer nächsten Sitzung könnte auch 2016 den Dow wieder zurück auf die Gewinnerspur führen – und mit ihm vielleicht ja auch die Demokraten.

ag

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