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Abstimmung im zyprischen Parlament

Rettungspaket abgelehnt

Das Rettungspaket für Zypern samt der umstrittenen Zwangsabgabe auf Bankguthaben ist im Parlament des kleinen Inselstaates auf ganzer Linie durchgefallen. Die Anleger reagieren relativ gelassen.

Protest in Zypern

Proteste in Zypern

Im späten Frankfurter Handel weitet der Dax seine Verluste etwas aus auf 0,97 Prozent oder 76 Punkte auf 7.936 Zähler. Das ist nur wenig mehr als im Xetra-Handel, der schon vor der Abstimmung im zyprischen Parlament endete. Auch an der Wall Street bleiben die Anleger gelassen. Der Dow Jones-Index hat seine Verluste nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses nicht vergrößert. Er notiert zuletzt 0,2 Prozent niedriger bei 14.428 Zählern.

Unter Druck geraten waren die Aktien an der Wall Street, nachdem Presseberichte einen Rücktritt des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris kolportiert hatten. Diese Meldungen dementierte Sarris am Abend und sorgte damit für etwas Entlastung beim Dow.

Keine wirkliche Überraschung

Für die Märkte ist die Ablehnung keine wirkliche Überraschung, sie hatte sich bereits nach dem Beschluss des Rettungspaketes am Wochenende in Brüssel abgezeichnet. Angesichts des wachsenden Widerstandes in Bevölkerung und Parlament war die Abstimmung mehrfach verschoben worden.

36 von 56 Abgeordneten stimmten am Abend nach einer hitzigen Debatte dagegen. 19 enthielten sich der Stimme. Eine Abgeordnete war nicht anwesend. Die Zwangsabgabe soll 5,8 Milliarden Euro einbringen - und ist Bedingung der Euro-Partner für Kreditzusagen im Umfang von 10 Milliarden Euro.

Kleinsparer entlastet

Präsident Nikos Anastasiades hatte unter dem Druck massiver Proteste die einmalige Zwangsabgabe für Bankkunden bereits abgeschwächt. Das veränderte Gesetz sollte nunmehr Guthaben bis zu 20.000 Euro verschonen.

Zahlungsunfähig wird Zypern mit der Ablehnung nicht. Das Land hat bis Juni Geld. Erst dann - mit der Fälligkeit einer großen Anleihe - droht die Insolvenz.

Stand: 19.03.2013, 19:52 Uhr

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