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Tokios Einkaufsstraßen bei Nacht

China-Daten können nicht belasten

Nikkei kämpft sich über 20.000 zurück

Stand: 01.12.2015, 07:40 Uhr

Der japanische Aktienmarkt notiert so hoch wie zuletzt im August. Das erstaunt angesichts der schwachen Nachrichten aus China.

Der japanische Leitindex Nikkei kletterte am Dienstag um 1,34 Prozent auf 20.012 Punkte. Der Index, der 225 wichtigsten japanischen Aktien enthält, steckte damit auch schlechte Konjunkturdaten aus China weg.

Ob groß...

Nikkei 225: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
18.274,99
Differenz absolut
-151,09
Differenz relativ
-0,82%

Laut den neuesten Berechnungen ist die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Der von der chinesischen Statistikbehörde berechnete Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank im November überraschend von 49,8 auf 49,6 Punkte. Damit lag das Barometer im vierten Monat hintereinander unter dem Schwellenwert von 50. Werte über 50 deuten auf eine Expansion hin. Volkswirte hatten mit einer Stagnation bei 49,8 Punkten gerechnet. Bei diesem Barometer wird hauptsächlich die Geschäftsentwicklung großer Konzerne berücksichtigt.

... oder klein

Noch enttäuschender fiel der Einkaufsmanagerindex des Markit-Institut aus. Dieser lag mit 48,6 Punkten bereits das neunte Mal unter der 50er-Marke. Immerhin stieg aber unerwartet auf den höchsten Stand seit Juni, was Analysten als Anzeichen einer Stabilisierung bezeichneten. Experten waren von einem im Vergleich zum Oktober gleichbleibenden Niveau von 48,3 Zählern ausgegangen. Für dieses Barometer werden hauptsächlich kleinere und mittlere Unternehmen befragt.

Die chinesische Konjunkturentwicklung ist für Japan wichtig. Das exportlastige Land ist von den Ausfuhren nach China abhängig.

ME

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