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Griechenland

Kundgebung in Athen vor dem Referendum in Griechenland

Dax und Euro fallen

Börsen durch Griechen-Referendum belastet

Stand: 06.07.2015, 18:00 Uhr

So einfach können die Finanzmärkte das Ergebnis der Volksbefragung in Griechenland doch nicht abschütteln. Der Dax schließt deutlich im Minus. Der Euro verliert ebenfalls, hält sich aber recht solide.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 1,5 Prozent bei 10.890,63 Punkten aus dem Handel. Dabei schienen die Aktienmärkte aber nicht in einen "Crash"-Modus zu fallen. Experten hatten bereits im Vorfeld des Referendums vor einem Kurseinbruch am Aktienmarkt gewarnt, sollten die Griechen in der Volksbefragung mehrheitlich gegen die Reformpläne der europäischen Institutionen stimmen - dieses Szenario ist nun eingetreten.

Finanzaktien verlieren am deutlichstenesehen

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Finanz- und Bankaktien wie die Deutsche Bank, die Commerzbank oder auch die Allianz waren die größten Kursverlierer im Dax. Investoren sehen tendenziell in dem Sektor noch immer "Ansteckungsgefahren", obwohl die meisten Kreditinstitute ihre Engagements in Griechenland immer weiter zurückgefahren haben.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Aktienmärkte nicht in einen "Crash" abgleiten, sondern die Kurse sich schon kurzfristig wieder erholen könnten. Händlern zufolge wird auch der Rücktritt von Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis als Pluspunkt für die Aktienmärkte gesehen, neue Verhandlungen mit den Gläubigern, so die Hoffnung, könnten mit einem Nachfolger in einer günstigeren Atmosphäre verlaufen.

Euro verliert rund einen Cent

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Auch der Euro reagierte am Montag mit Verlusten auf die Entscheidung des griechischen Volkes. Die Gemeinschaftswährung fiel gegenüber dem US-Dollar auf knapp unter 1,11 Dollar. Auch hier dürften die Auswirkungen des Referendums aber begrenzt sein. Der Devisenmarkt gewöhne sich inzwischen an "Schocks" aus Griechenland, hieß es am Markt.

Bundesanleihen wieder als Zuflucht

Wie schon bei der Ankündigung des Referendums vor einer Woche galten Bundesanleihen am Rentenmarkt als Zuflucht für Investoren. Am Montagmorgen stieg der Bund-Future, das Rentenbarometer für deutsche Staatsanleihen, um 0,64 Prozent auf 152,77 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel um sechs Basispunkte auf 0,72 Prozent. Dagegen stiegen die Renditen südeuropäischer Staatspapiere in Spanien, Italien und Portugal jeweils um rund 0,1 Prozent. Die Bewegung ist damit aber deutlich geringer als vor Wochenfrist.

Volkswirte sind alarmiert

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ARD-Börse: Finanzmarktreaktionen auf das Referendum

Ökonomen halten den Ausgang des Referendums in Griechenland überwiegend für hochproblematisch für das Land. Ein Austritt des Landes aus dem Euro, der "Grexit" wird für immer wahrscheinlicher gehalten. Unklarheit besteht darüber, ob und wie die EZB das Land kurzfristig noch mit Krediten versorgen kann, um einen Zusammenbruch des griechischen Finanzsystems zu verhindern.

Griechenlands Börsen noch geschlossen

Nach der Ankündigung des Referendums in der vergangenen Woche hatten die griechischen Börsen geschlossen. Bis einschließlich des heutigen Montags findet kein Handel statt. Bislang ist noch nicht bekannt, ob er am morgigen Dienstag wieder aufgenommen wird. Der Athener Leitindex dürfte dann klare Verluste verbuchen.

AB

Alle Kommentare (22)

Kommentar von "Friedrich Peter Peeters" am 06.07.2015, 15:16 Uhr

Warum sind fast alle Ost-Europa Länder erfolgreich? Weil man sich eingesetzt hat für sich selbst und sein Land und mit dem Erfolg kam der weitere Erfolg, Investitionen, Abbau der Korruption und Bürokratie.Statt zu Betteln um Hilfe wurde investiert und gearbeitet. In Griechenland stattdessen Lethargie, Bürokratie und eine erschreckende Korruption, alles politisch noch angeheizt. Die viele Griechen die Arbeiten wollten haben ihr Erolg im Ausland aufgebaut, es zeigt man kann es. Dies kann nur der einzige und gemeinsame Weg sein Griechenland heim nach Europa zu bringen. Hilfe zur Selbsthilfe.

Kommentar von "mir jam" am 06.07.2015, 15:00 Uhr

Der DAX und alle anderen Börsen werden sich erholen, sobald sie Sinn und Zweck ihres Vorhandenseins wieder erfüllen: Geldnehmer und Geldanleger zusammenzubringen, ohne Abzocken, ohne Auslutschen, ohne Luftballonblasen die zerplatzen, mit Sinn und Verstand würdige Geldnehmer und solide Geldgeber zusammenbringen. Das ist eine Kunst, eine echte, Kunst, die wieder erlernt werden muss.

Kommentar von "Viktor" am 06.07.2015, 14:44 Uhr

Mir wurscht, ich hab keine Aktien. So wie übrigens die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung - überall auf der Welt.

Kommentar von "K.eismann" am 06.07.2015, 13:24 Uhr

von. Berlin. und. Brüssel wurde. von der Griechen. Immer. Mehr. Opfer. verlangt jetzt. erhielt. BLN un.d. Brüssel die. Rechnung. Ich. Glaube die. Politiker wollen. die. Meinung des. Grieschischen. Volkes. nich. Wahrhaben, die. wird. verdraengt. Aber. In. Deutschland. ist. Es. nicht. anders. Fragen. Sie. Rentner die. Mit. DM. 1.400.00 Leben. könnten, mit. €. 700.00. ist. dies. nicht. moelglich. Frauen. Sitzen. für. €. 400.00. bis. 22.00. Uhr. an den. Kassen. .Leute. Auch. Rentner. räumen , um. Halbwegs zu überleben. Die. Supermarktregale. ein . Die. steht. alles. im. Gegensatz , zu. dem. von. Frau. Merkel paradiesisch geschilderten Zustaende. auf dem. deutschen. Arbeitsmarkt. Darüber. spricht. man. In de nicht,passt. der Politik. nicht. Ins. Konzept. K.eismann

Kommentar von "Walter Haselberger" am 06.07.2015, 12:42 Uhr

#Dalhimer, leider bin ich nicht sehr jung sondern 60 Jahre. Dass die Griechenwas falsch gemacht ist klar, der größte Fehler war in den EURO zu gehen. Da geht es ihnen ähnlich wie Spanien wo ich seit 25 Jahren lebe. Die haben es auch bereut, und die Träume von gebratenen Hühnchen die vom Himmel fallen haben sich nicht erfüllt. Ich sage Ihnen, allen Club Med Staaten ginge es ohne dem Euro mit ihrer eigenen Währung besser und ich hoffe wir beide werden es noch erleben dass dieser Schwachsinn eliminiert wird. Er hat nur den Multinationalen Firmen (hauptsächlich D) und der Politik (hauptsächlich Schwarzgeldsuche und Beschäftigung von unfähugen Politikern in Brüssel)genützt. Der dumme kleine Mann hat geglaubt wenn er im Urlaub sein Geld nicht mehr wechseln muss wäre dass ein großer Vorteil. Die Nachteile hat keiner gesehen. Dass ist die Angst der EU-Politiker, sonst nichts.

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