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Chinesische Wanderarbeiter auf einer Baustelle in Jiujiang

Börse relativ entspannt

China verliert etwas seinen Schrecken

Stand: 01.02.2016, 07:27 Uhr

Es gibt neue Hinweise darauf, dass die chinesische Industrie weiter alles andere als rund läuft. Dennoch können die Daten an der Börse keine allzu großen Kursverluste mehr verursachen.

Der staatlich ermittelte Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sank im Januar um 0,3 auf 49,4 Punkte im Vergleich zum Dezember. Das war der tiefste Stand seit August 2012. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Wert von 49,6 gerechnet. Damit entfernte sich das Konjunkturbarometer weiter von der kritischen Marke von 50 Zählern. Werte unterhalb dieser so genannten Expansionsschwelle deuten auf eine Abschwächung der Wirtschaft hin.

Etwas besser als erwartet entwickelte sich dagegen der vom chinesischen Mediengruppe Caixin erfasste Einkaufsmanagerindex. Mit 48,4 Punkten lag dieser wichtige Frühindikator dennoch im elften Monat in Folge unter 50 Punkten. Immerhin wurden die von Reuters ermittelten Experten-Erwartungen übertroffen, die nur bei 48,0 Punkten gelegen hatten.

Die Industrie in dem asiatischen Land kämpft seit einiger Zeit mit fallenden Preisen und einer schwachen Auslastung von Stahlhütten oder Kraftwerken. Die Volksrepublik baue in vielen Branchen die Kapazitäten stark ab, sagte Commerzbank-Volkswirt Zhou Hao.

Dienste laufen besser

Deutlich besser entwickelte sich im Januar der Dienstleistungsbereich. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Sektor fiel im Januar zwar von 54,4 auf 53,5 Punkte, lag aber eben immer noch deutlich über 50.

An der chinesischen Börse wurden die Indikatoren zwar mit Kursverlusten aufgenommen. Dennoch hielten sie sich mit gut zwei Prozent noch im Rahmen. In jüngster Zeit war der chinesische Leitindex SSE auch schon mal sechs Prozent an einem Tag zurückgefallen.

ME

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