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Börse Shenzhen - Steigende Kurse werden rot dargestellt

Kein deutlicher Rückgang

Chinas Börse: Fels in der Brandung

Stand: 15.02.2016, 08:47 Uhr

Von der chinesischen Wirtschaft kommen erneut grottenschlechte Nachrichten. Doch die Börsen stecken das ganz gut weg.

Im Januar gingen die Exporte um beängstigende 11,2 Prozent auf 177,5 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie die Zollverwaltung am Montag mitteilte. Noch schwächer verlief die Entwicklung bei den Importen. Sie brachen um 18,8 Prozent auf 114,2 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang bei den Exporten um 1,9 Prozent und bei den Importen um 0,8 Prozent gerechnet.

Der Handelsbilanzüberschuss stieg um 5,4 Prozent auf 63,3 Milliarden Dollar. Gemessen in Yuan fielen die Rückgänge bei den Ein- und Ausfuhren etwas niedriger aus, waren aber ebenfalls enttäuschend hoch.

Nach der Bekanntgabe dieser extrem schwachen Daten scheint es illusorisch, dass China im laufenden Jahr das offiziell angestrebte Wachstum von rund sechs Prozent Wachstum erreichen wird.

Keine Panik an der Börse

Dennoch reagierten die Börsen in China vergleichsweise gefasst. Die Handelsplätze in Shanghai und Shenzhen verloren jeweils nur 0,6 Prozent. Das ist nicht nur angesichts der Nachrichten wenig. Berücksichtigt man, dass sie wegen der in der vergangenen Woche wegen der chinesischen Neujahrsfeiern geschlossen gewesen waren, hätte man auch deutlich höheres Minus erwarten können. Zum Vergleich: Der japanische Leitindex Nikkei hatte vergangene Woche rund elf Prozent eingebüßt.

Kursstützend hingegen wirkte, dass die chinesische Zentralbank den Mittelwert des Yuan um 0,3 Prozent höher festsetzte. In einem am Wochenende veröffentlichten Interview hatte der Notenbankchef gesagt, man dürfe nicht zulassen, dass Spekulanten die Stimmung am Markt bestimmen.

ME

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