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ZEW-Konjunkturindex Juni 2017

Börsenprofis zurückhaltender

ZEW-Konjunkturerwartungen verhalten positiv

Stand: 13.06.2017, 11:35 Uhr

Zwar bleiben die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten insgesamt zuversichtlich, im Juni fallen sie aber etwas vorsichtiger aus. Der ZEW-Index fällt zurück.

So sind die Erwartungen der monatlich befragten Börsenprofis für die deutsche Konjunktur im Juni auf 18,6 Punkte gefallen nach 20,6 im Vormonat. Die Prognosen wurden dabei verfehlt, Experten hatten im Vorfeld mit einem Zuwachs auf 21,5 Punkte gerechnet.

Markus Gürne

Optimismus der Börsenprofis sinkt

Während der Blick nach vorn also etwas verhaltener ausfällt, ist der Saldo der derzeitigen Lagebeurteilung besser als erwartet ausgefallen. Er kletterte von 83,9 im Mai deutlich auf ein 88,0 Punkte. Erwartet war ein Anstieg auf 85 Punkte. Die Zahlen gab das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag als Ergebnis der Umfrage unter 210 Analysten und Anlegern bekannt.

ZEW-Chef Achim Wambach

ZEW-Chef Achim Wambach. | Bildquelle: picture alliance / dpa

"Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind nach wie vor günstig", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Dies liegt nicht zuletzt an der positiven Entwicklung des Wachstums in der Europäischen Union."

Der Konjunkturoptimismus halte an. "Die neuesten Veröffentlichungen zum Bruttoinlandsprodukt bestätigen die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft", so Wambach. Allmählich würden auch die Aussichten für das gesamte Eurogebiet besser, womit sich das wirtschaftliche Umfeld für die deutschen Exporte festige.

Vor allem die positive Wirtschaftsentwicklung in der Europäischen Union macht sich bemerkbar. Der europäische Markt ist für die deutsche Exportwirtschaft der wichtigste Absatzmarkt. Die Exporte laufen gut, der Bauboom ist ungebrochen und auch die Verbraucher konsumieren kräftig. All dies schlug sich in einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,6 Prozent zu Jahresbeginn nieder.

Dax
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Aktienmarkt kaum verändert, Euro etwas schwächer

Der Aktienmarkt zeigt sich in einer ersten Reaktion unbeeindruckt. Der Dax, der am Morgen schon freundlich gestartet war, ist weiter dabei, einen Teil der Vortagesverluste wieder auszugleichen. Er notiert gut ein halbes Prozent höher um die Marke von 12.750 Punkten.

Allerdings haben die heimischen Märkte die gute wirtschaftliche Entwicklung hierzulande schon kräftig honoriert. Nicht nur der Dax, vielmehr die Nebenwertindizes sind zuletzt deutlich auf neue Rekorde gestiegen. Gerade MDax und SDax bilden das Kernstück des deutschen Mittelstandes ab. Von aufkommenden Anlegersorgen ist jedenfalls nichts zu erkennen. Der Euro geriet in einer ersten Reaktion leicht unter Druck.

rm

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