ZEW-Konjunkturindex Mai 2017: 20,6

Börsenprofis optimistisch gestimmt ZEW-Index steigt weiter

Stand: 16.05.2017, 11:25 Uhr

Die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten bleiben zuversichtlich und sind im Mai weiter gestiegen - wenngleich etwas langsamer als erwartet.

So sind die Erwartungen der monatlich befragten Börsenprofis für die deutsche Konjunktur im Mai auf 20,6 Punkte gestiegen, nach 19,5 im Vormonat. Die Prognosen waren allerdings noch optimistischer, hatten Experten doch mit einem Anstieg auf 22 Punkte gerechnet.

Besser als erwartet ist dagegen der Saldo der derzeitigen Lagebeurteilung ausgefallen. Er kletterte von 80,1 im April auf jetzt 83,9. Erwartet worden war ein Anstieg auf 82 Punkte.

ZEW-Chef Achim Wambach

ZEW-Chef Achim Wambach. | Bildquelle: picture alliance / dpa

"Damit bleiben die Konjunkturaussichten für das zweite Quartal freundlich", kommentiert Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Auch der gestiegene Erwartungssaldo bestätige, dass das Wachstumsszenario erhalten bleibe. Für den Ifo-Index, der am kommenden Dienstag veröffentlicht wird, ergebe sich somit, gemeinsam mit der Sentix-Befragung, eine positive Indikation, erklärt Julien. Es bleibe nun abzuwarten, ob die realwirtschaftlichen Zahlen an die guten Stimmungsindikatoren anknüpfen können.

Der Konjunkturoptimismus halte an, kommentierte das ZEW seine neuen Umfrageergebnisse. "Die neusten Veröffentlichungen zum Bruttoinlandsprodukt bestätigen die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Allmählich würden auch die Aussichten für das gesamte Eurogebiet besser, womit sich das wirtschaftliche Umfeld für die deutschen Exporte festige.

Die deutsche Wirtschaft war zu Jahresbeginn mit 0,6 Prozent so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie trotzte damit der Unsicherheit nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump und dem näher rückenden EU-Austritt Großbritanniens.

Für die Ermittlung des ZEW-Index befragt das ZEW (Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) insgesamt 400 Analysten und institutionelle Investoren nach ihren mittelfristigen Erwartungen für die Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung.

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Aktienmarkt kaum verändert, Euro etwas schwächer

Die Anleger hat der ZEW-Index unbeeindruckt gelassen, bestätigt er doch weitgehend die Erwartungen eines sich fortsetzenden Aufschwungs. Der Dax pendelt weiterhin um die Schwelle von 12.800 Punkten. Der Euro hat einen leichten Knick erfahren, notiert aber immer noch oberhalb von 1,10 Dollar, fast vier US-Cent über dem Niveau vor einem Monat, bei der Veröffentlichung des letzten ZEW- Index'.

lg

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