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Konjunktur

ZEW-Konjunkturindex November 2014: +11,5

"Konjunktureller Lichtblick"

ZEW: Die Talfahrt ist vorerst gestoppt

Stand: 18.11.2014, 11:31 Uhr

Nachdem der ZEW-Index zuletzt zehnmal in Folge gesunken war, geht es im November wieder kräftig aufwärts. Ist das die Trendwende? Für eine Entwarnung sei es noch zu früh, meinen die ZEW-Experten.

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Die ZEW-Konjunkturerwartungen legen um 15,1 Punkte auf 11,5 Punkte zu. Der Index kehrt damit nach einem Monat im negativen Bereich wieder zurück ins Plus. Im Oktober waren die ZEW-Konjunkturerwartungen um 10,5 Punkte auf minus 3,6 Punkte gefallen. Der Index war zum zehnten Mal in Folge gesunken und lag damit erstmals seit November 2012 wieder im negativen Bereich.

Interessant ist der Vergleich mit dem langfristigen Mittelwert, der bei 24,4 Punkten liegt. Davon sind wir trotz der frischen Zahlen noch immer weit entfernt.

Angespanntes Umfeld

Zum Anstieg dürften die jüngst veröffentlichten Wachstumszahlen für den Euroraum beigetragen haben, die für eine wirtschaftliche Stabilisierung sprechen. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Umfeld angespannt, nicht zuletzt aufgrund der weiter anhaltenden geopolitischen Spannungen“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest.

Die Bewertung der konjunkturellen Lage in Deutschland bleibt dagegen nahezu unverändert. Der Index gewinnt 0,1 Punkte und steht nun bei 3,3 Punkten.

Finanzmärkte nehmen "Botschaft" wahr

Die Finanzmärkte reagieren hocherfreut. Der Dax baut seine Gewinne kräftig aus, legt um mehr als ein Prozent zu und notiert wieder über der Marke von 9.400 Punkten. Auch der Euro steigt auf ein Tageshoch.     

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"Der deutliche Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen ist ein konjunktureller Lichtblick im trüben November", sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank. Die Botschaft laute: "Die konjunkturelle Durststrecke wird uns im laufenden Jahr noch begleiten, doch für das kommende Jahr zeichnet sich bereits Besserung ab", so der Experte.

ts

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