Seitenueberschrift

Geldpolitik

Gebäude der FED in Washington

Änderung des Zinspfades diskutiert

US-Notenbank sorgt sich

Stand: 17.02.2016, 20:35 Uhr

Schnelle Zinserhöhungen dürften in Amerika wohl erst einmal nicht auf der Agenda stehen. Denn die Fed sorgt sich um so manche globale Unsicherheit. Das geht aus den jüngsten Sitzungsprotokollen der Bank hervor.

Die Notenbank Fed zeigt sich zunehmend besorgt über globale Risiken für die US-Wirtschaft, darunter Börsenturbulenzen, fallende Ölpreise und das schwache Wachstum in China und anderen Schwellenländern. Die Entwicklungen erschwerten eine Vorhersage über Wachstum und Inflationsraten, heißt es im Protokoll der Sitzung von Ende Januar.

Ein kluger Ansatz sei deshalb, die weitere Erhöhung der Zinssätze zu verschieben. Tatsächlich ließ die Fed den Leitzins in der Januarsitzung unverändert bei der Spanne zwischen 0,25 bis 0,5 Prozent. Im Dezember hatten die Notenbanker den Satz erstmals seit Jahren um einen Viertelprozentpunkt angehoben. Sie verbuchten dem Protokoll zufolge zwar den zunehmend starken Arbeitsmarkt in den USA als positives Zeichen, äußerten sich aber zurückhaltend über andere Aspekte der Wirtschaft, unter anderem die Industrieproduktion.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
18.400,88
Differenz absolut
-53,42
Differenz relativ
-0,29%
S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.170,95
Differenz absolut
-5,17
Differenz relativ
-0,24%

Aktienmarkt legt zu

An der Börse kommt diese Aussicht jedenfalls gut an. Der Leitindex Dow Jones weitet seine Gewinne daraufhin aus und etabliert sich deutlich über 16.400 Punkten. Aktuell notiert der Index bei 16.466 Punkten, das bisherige Tageshoch lag bei 16.486 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq geht es mit knapp 2,3 Prozent noch deutlicher bergauf.

rtr/rm

Darstellung: