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Konjunktur

Ifo Geschäftsklimaindex November 2013 bis Juli 2014

Politische Krisen belasten

Und wieder ein schwächerer Ifo-Index

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli den dritten Monat in Folge eingetrübt. Beim dritten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers Ifo sprechen Experten gemeinhin von einer Trendwende. Aber der Markt reagiert gelassen.

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Der Dax rührte sich nach der Bekanntgabe der frischen Ifo-Daten kaum – er blieb wie zuvor leicht im Minus. Der Euro gab hingegen recht deutlich nach und notiert derzeit bei 1,345 Dollar. Schließlich hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft angesichts vieler Unsicherheiten im Juli deutlicher verschlechtert als erwartet. Bereits zum dritten Mal in Folge sank der Ifo-Geschäftsklimaindex und steht nun bei 108,0 Punkten, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Tiefer stand der Wert zuletzt im Oktober 2013.

Im Juni lag der Index noch bei 109,7 Punkten. Volkswirte sprechen nach drei Veränderungen in eine Richtung in Folge von einer möglichen Trendwende in der Stimmungsentwicklung. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7.000 Unternehmen ermittelt.  

"Geopolitische Spannungen belasten"  

Experten hatten zwar mit einem Minus gerechnet, nicht aber mit einem so deutlichen Rückgang. Vor allem dürfte die vielen globalen Unsicherheiten die Zuversicht der Unternehmen gebremst haben. Aber auch ihre aktuelle Lage bewerteten viele Firmen schlechter als vor einem Monat. "Die geopolitischen Spannungen belasten die deutsche Wirtschaft", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Nach wie vor hält sich der Index aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

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Der Ifo-Index hält sich bereits seit März 2010 über der Marke von 100 Punkten. Das unterstreicht auch Helaba-Experte Ralf Umlauf: "Der dritte Rückgang des Ifo-Indexes in Folge ist enttäuschend, wird aber durch die gestern veröffentlichten festeren PMIs in Deutschland etwas relativiert. Das insgesamt hohe Niveau der Ifo-Indizes lässt weiterhin auf eine Expansion der deutschen Wirtschaft schließen, gleichwohl die Dynamik im zweiten Quartal fast zum Erliegen gekommen sein dürfte."

ts

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