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Einkaufsmanagerindex fällt zurück

Schatten über der Euro-Konjunktur

Das war Wasser auf die Mühlen der Euro-Pessimisten: Erstmals seit vier Monaten hat sich die Wirtschaftsstimmung im Euroraum wieder verschlechtert. In der Industrie trübte sich die Stimmung leicht ein, bei den Dienstleistern deutlicher.

Das Erholungsszenario für Europa bleibt wackelig

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Euro-Zone sank von Januar auf Februar um 0,1 Punkte auf 47,8 Zähler, teilte das Forschungsunternehmen Markit um 10:00 Uhr in London mit. Der Index für den Dienstleistungssektor gab sogar um 1,3 Punkte auf 47,3 nach. Damit wurde die Erholung vom Vormonat nahezu egalisiert.

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Volkswirte hatten dagegen mit einem weiteren Anstieg der Frühindikatoren gerechnet. Während diese schlechte Nachricht den schwachen Aktienmarkt vorerst nicht weiter drückte, rutschte der Euro gegenüber dem Dollar weiter auf Kurse unter 1,32 Dollar ab. Gestärkt wird der Dollar auch durch die jüngste Diskussion über ein Zurückfahren der aggressiven Geldmengenexpansion in den USA.

Erholungsszenario leicht erschüttert

Die zarten Erholungshoffnungen für die Euro-Konjunktur werden durch den wichtigen Frühindikator gedämpft, bleiben den Märkten aber erhalten: "Diese auf den ersten Blick enttäuschenden Daten ändern aber nichts an unserer Prognose, dass die Euro-Wirtschaft im ersten Vierteljahr erstmals seit sechs Quartalen wieder wächst. Konkret erwarten wir eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,25 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2012", kommentierte Christoph Weil von der Commerzbank die Daten.

Der Volkswirt verwies auch auf die positive Entwicklung in Deutschland, wo der Indikator für die Industrie erstmals seit einem Jahr über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten stieg. Ein Wert über 50 signalisiert die Erwartung der befragten Manager, dass sich ihr Geschäft in den kommenden Monaten ausweitet.

Stand: 21.02.2013, 11:07 Uhr