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Chart zum Ifo Geschäftsklimaindex August 2013

Ifo-Index steigt wieder

Rundum gute Laune in deutschen Chefetagen

Der Ifo-Geschäftsklima-Index klettert und klettert, im August schon das vierte Mal in Folge. Das heißt, es herrscht großer Optimismus unter deutschen Managern. Die Börse lässt das merkwürdig kalt.

Der Ifo-Index ist im August von 106,2 auf 107,5 Punkte gestiegen, wie das Münchener Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Das ist noch ein Schlag mehr als erwartet, von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 107,0 Zählern gerechnet. Der Ifo-Index ist außerdem auf dem höchsten Wert seit knapp anderthalb Jahren.

Der Ifo-Index ist das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, auch aufgrund seiner breit angelegten Umfrage. Das Ifo-Institut befragt allmonatlich 7.000 Manager zu ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Verfassung des Landes.

"Deutsche Wirtschaft schaltet Gang höher"

Die Manager schätzen vor allem die aktuelle Lage merklich besser ein. Aber auch die Geschäftserwartungen der nächsten sechs Monate hellten sich auf. Entsprechend verbesserten sich die beiden Teil-Komponenten des Ifo-Index‘. Der Lage-Index verbesserte sich auf 112 Punkte, der Erwartungsindex auf 103,3 Punkte.

"Die deutsche Wirtschaft schaltet einen Gang höher", sagte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen. Den letzten deutlichen Rückgang hatte es im Januar gegeben. Seither ging es im März und April zweimal in Folge leicht abwärts – und nun das vierte Mal aufwärts.

Dax baut ab, Euro auch

An der Börse hatte der besser als erwartete Ifo-Index kaum belebende Wirkung. Der Dax, der zuvor schon 1,3 Prozent im Minus notierte, baute seine Verluste weiter aus. Der Euro sackte ein halbes Cent abwärts auf 1,3324 Dollar. Gold verteuerte sich auf 1.412 Dollar je Feinunze.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Laut der Helaba untermauert der Ifo-Index das Signal einer konjunkturellen Trendwende, daher sei im dritten Quartal mit einem fortgesetzten Wirtschaftswachstum in Deutschland zu rechnen. Erfreulich sei insbesondere, dass sich die Geschäftserwartungen aufgehellt haben, bei gleichzeitig verbesserter Lageeinschätzung.

Was an der Börse Gewicht hat: Die Zinssenkungserwartungen an die EZB dürften weiter gedämpft werden, so das Fazit der Helaba. Für das Aufkommen von Zinserhöhungsspekulationen sei es aber zu früh, zumal die EZB mit der Forward Guidance versucht, die Zinserwartungen in Zaum zu halten.

bs

Stand: 27.08.2013, 10:24 Uhr

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