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Ifo-Index steigt weiter
Gute Stimmung in den Führungsetagen
Die deutschen Manager zeigen sich nachhaltig optimistisch. Das zeigt ein zentrales Stimmungsbarometer – der Ifo-Geschäftsklimaindex. Er ist im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen.
Der Ifo-Index ist im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen
Der Index kletterte von 101,4 Punkten im November auf nun 102,4 Punkte. Das gab das Münchener Ifo-Institut bekannt. Das ist der höchste Wert seit Juli und hat die Erwartungen mancher Bankvolkswirte übertroffen. Sie hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf bis zu 102,0 Punkte gerechnet. Der Index bildet die Ergebnisse eine Umfrage unter 7.000 Managern ab. "Die Unternehmen sind in froher weihnachtlicher Erwartung", kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn das Ergebnis.
In den Chefetagen hat sich die Stimmung damit nachhaltig aufgehellt. Denn das deutsche Konjunkturbarometer war bereits im November erstmals wieder gestiegen, nachdem es zuvor sechs Monate in Folge gesunken war.
Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schätzten die Firmenchefs positiver ein. Das Barometer für die Geschäftserwartungen kletterte um 2,7 auf 97,9 Punkte. Die Lage wurde dagegen schlechter bewertet. Dieser Teilindex fiel 1,0 auf 107,1 Zähler.
Die vorweihnachtliche gute Stimmung unterstützt auch den Aktienmarkt. Der Dax legte am Vormittag weiter zu. Entsprechend gaben die Kurse am Rentenmarkt leicht nach. Auch der Euro setzte seine jüngste Aufwärtsbewegung fort und notiert derzeit bei1,3268 Dollar.
Positive Aussichten vor allem in der Industrie
Einen Lichtblick lieferte vor allem die Industrie. Dort verzeichneten die Geschäftserwartungen den größten Anstieg seit 2009, erklärte Sinn. Auch die Erwartungen an das Exportgeschäft hätten erneut zugelegt. Auch die Dienstleister und die Baubranche zeigte sich wieder optimistischer, dagegen trübte sich das Geschäftsklima im Groß- und Einzelhandel ein.
Der Ifo-Index ist für viele Konjunkturbeobachter von zentraler Bedeutung. Selbst die EZB-Ratsmitglieder dürften ihn mit einbeziehen, wenn sie über den Zinskurs entscheiden. Eine abermalige Senkung könnte wieder auf den Tisch kommen, sollte sich der wichtige Frühindikator wieder eintrüben. Derzeit ist das aber nicht der Fall und auch die ZEW-Konjunkturerwartungen hatten zuletzt wieder im grünen Bereich notiert.
Ifo-Anstieg hin oder her - die meisten Ökonomen und auch die Bundesregierung gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird - zum ersten Mal seit einem Jahr. Die konjunkturelle Schwäche dürfte den ganzen Winter über anhalten, vermuten sie. Deshalb steht die Bundesregierung vor einer erneuten Senkung ihrer Prognose für 2013. "Es wird aus heutiger Sicht einen Revisionsbedarf nach unten geben", sagte Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.