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Chartverlauf Ifo-Geschäftsklimaindex Juli 2016 bis März 2017

Bessere Stimmung in den Chefetagen

Ifo-Index: "Aufschwung gewinnt an Kraft"

Stand: 27.03.2017, 10:28 Uhr

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März überraschend aufgehellt. So gut war die Laune schon seit Jahren nicht mehr.

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Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte von 111,1 auf 112,3 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2011. Der Geschäftslageindex kletterte auf 119,3 Punkte, der Erwartungsindex rückte auf 105,7 Punkte vor. Beide Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Experten.   

Zur Ermittlung des Ifo-Index werden 7.000 Manager befragt. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen unveränderten Wert erwartet.

Die Investoren rühren sich kaum

Die Firmenchefs bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser als zuletzt. "Der Aufschwung gewinnt an Kraft", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit von der Belebung der globalen Konjunktur, weshalb die Industrie zuletzt mehr exportierte und produzierte. Viele Institute haben deshalb ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr angehoben.

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Allerdings bleiben Risiken - von der Wahl in Frankreich über die Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien bis hin zu protektionistischen Maßnahmen des wichtigsten deutschen Exportkunden USA unter Präsident Donald Trump.

Die Anleger nahmen die verbesserten Indexwerte kaum zur Kenntnis. Der Dax konnte seinen Tagesverlust etwas eindämmen. Der Euro legte kurzfristig etwas zu, nachdem er zuvor auf den höchsten Stand des Jahres gestiegen war.  

ts

1/7

"Wenn es läuft, läuft es!"

Stimmen zum Ifo-Index

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe

"Die Stimmung der Unternehmen nimmt immer mehr euphorische Ausmaße an. Aufgrund der im historischen Kontext hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheit überrascht dies, besonders mit Blick auf die Geschäftserwartungen. Oder zeigen sich Unternehmen erleichtert darüber, dass es derzeit nicht nach harten Trumponomics aussieht? Wie auch immer: Die harten realen Konjunkturdaten sind bislang deutlich hinter der Aufwärtsdynamik der Stimmungsindikatoren zurückgeblieben. Für das erste Quartal 2017 zeichnet sich aber dennoch ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ab."

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