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Anzeichen für Wende zum Besseren
Ifo-Index steigt zum dritten Mal in Folge
In den Führungsetagen herrscht großer Optimismus. Das ließ den Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge nach oben klettern, auf nunmehr 104,2 Punkte. Ein Hinweis dafür, dass die deutsche Wirtschaft bald wieder wachsen könnte.
Ifo Geschäftsklimaindex Januar 2013
Im vierten Quartal des vergangenen Jahres war sie dagegen mit 0,5 Prozent erstmals seit einem Jahr geschrumpft. Das lässt sich vor allem durch die Belastungen im Zuge der Euro-Krise erklären. Aber steigt der Ifo-Geschäftsklimaindex so wie jetzt drei Mal in Folge, signalisiert das nach Meinung von Ökonomen eine Wende hin zum Besseren. Der Ifo-Index ist das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft.
Und die Stimmung unter deutschen Managern scheint blendend zu sein, nach wie vor. Daher legte der Ifo-Geschäftsklimaindex nach 102,4 Punkten im Dezember noch einmal eine Schippe drauf. Mit einem Plus von 1,8 Punkte kam er nun auf insgesamt 104,2 Zähler. Das dürfte die Analysten überrascht haben. Schließlich hatten sie im Schnitt nur mit 103,0 Punkten gerechnet.
Besonders großer Optimismus in der Industrie
"Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr", brachte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn es auf den Punkt. Für den Ifo-Geschäftsklimaindex befragen die Konjunkturforscher jeden Monat rund 7.000 Unternehmen. Deren Führungskräfte hatten sich ebenfalls in Bezug auf die aktuelle Lage als auch in Hinblick auf die kommenden sechs Monate sehr positiv geäußert.
Der Index, der die Erwartungen für das nächste Halbjahr widerspiegelt, stieg kräftig um 2,5 Punkte und stand damit bei 100,5 Zählern. Der Lage-Index legte um 0,9 Zähler auf 108,0 Punkte zu. Besonders deutlich hat sich die Stimmung in der Industrie verbessert. "Der Optimismus kehrt zurück", kommentierte Sinn. Die Unternehmen würden ihre Maschinen und Geräte wieder stärker auslasten. Auch in der Baubranche ging es bergauf, nur im Großhandel trübte sie sich ein.
Dax in Vorfreude auf Fünf-Jahres-Hoch
Der Dax war bereits vor Veröffentlichung des Ifo-Index bis auf 7.842,58 Zähler geklettert und erreichte damit ein Fünf-Jahres-Hoch. Angesichts des bereits positiven ZEW-Index hielten wohl einige Anleger eine weitere positive Überraschung für wahrscheinlich. Mittlerweile ist der Leitindex wieder auf 7.820 Punkte zurückgefallen.
Auch die europäische Gemeinschaftswährung gewann im Vorfeld an Schwung und war bis auf 1,3419 Dollar gestiegen, büßte dann aber auch wieder an Wert ein.