Japanischer Geschäftsmann vor einer Börsenkursanzeige in Tokio

In Japan und China steigt die Stimmung Gute Konjunktursignale aus Fernost

Stand: 03.07.2017, 07:55 Uhr

Für die Weltkonjunktur sind die Volkswirtschaften in Japan und China wichtige Stützpfeiler. Aus beiden Ländern kamen am Morgen ermutigende Stimmungsindikatoren.

Der quartalsweise veröffentlichte Tankan-Bericht fragt die Stimmung unter 10.000 Firmen des Landes ab. Deren Manager sind dank guter Exportgeschäfte so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Stimmungsindex stieg im Juni das dritte Mal in Folge, auf den Wert von 17 Punkten. Das ist gleichtzeitig das höchste Niveau seit März 2014.

Optimismus überwiegt

Die Stimmung in der Großindustrie hat sich im dritten Quartal in Folge verbessert, der Wert im vergangenen Quartal lag bei nur 5 Zählern. Ein positiver Wert des Index' bedeutet, dass die Mehrheit der befragten Manager optimistisch in die Zukunft blickt.

Gleichzeitig bleiben die befragten Unternehmenslenker aber vorsichtig bei ihrer Beurteilung der weiteren Konjunktur im Land. Hier schlagen vor allem politische Unsicherheiten wie der Brexit und die US-Präsidentschaft von Donald Trump durch.

Auch in China stehen die Zeichen weiter auf Wachstum: Der wichtige Caixin Index, der die Stimmung in der Industrie des Landes misst, stieg im Juni auf einen Wert von 50,4 Punkte. Der Mai-Wert hatte bei 49,6 Punkten gelegen, der Juni-Wert hatte bei 48,6 Punkten gelegen.

Industrie mit mehr Aufträgen

Beim Caixin-Index siglnalisierern Wert über 50 eine Expansion des Industrie-Sektors. Erreicht er weniger als 50 Punkte ist von einer "Kontraktion", also Schrumpfung des Wirtschaftsbereichs auszugehen. Laut dem Bericht ist die Zahl der Neuaufträge in der Industrie zuletzt stark angestiegen.

An den Börsen hielten sich die entsprechenden Indizes trotz der allgemein verschlechterten Stimmung wacker. Der japanische Nikkei-Index schaffte am Morgen ein kleines Plus. Der SSE-Index in Shanghai schloss annähernd unverändert.

AB

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