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Konjunktur

IFO-Geschäftsklimaindex Oktober 2014

Miese Stimmung bei Unternehmen

Findet der Ifo-Index keinen Halt mehr?

So richtig rund läuft der Motor der europäischen Konjunkturlokomotive nicht mehr. Darauf deutet der Ifo-Geschäftsklimaindex hin. Das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft sinkt und sinkt, auf nun 103,2 Punkte. Das ist schlechter als erwartet.

Im Oktober fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex zum sechsten Mal in Folge, von 104,7 auf nun 103,2 Punkte. Das teilte das Münchener Ifo-Institut am Vormittag mit. Es ist das Ergebnis einer Umfrage unter 7.000 Unternehmern. Und das fällt deutlich schlechter aus, als Ökonomen vorab angenommen hatten. Sie hatten im Schnitt zwar auch mit einem Rückgang gerechnet, aber nur auf 104,5 Punkte. "Die konjunkturellen Aussichten haben sich nochmals verschlechtert", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Sowohl die Aussichten für die kommenden Monate als auch die derzeitige Situation schätzten die befragten Manager schlechter ein als erwartet. Der Lage-Index sank im Oktober auf 108,4 Punkte, nach 110,5 Zählern im Vormonat. Der Erwartungs-Index rutschte von vorher 99,3 auf nun 98,3 Punkte. Das Stimmungsbild in Deutschland trübt sich damit weiter ein. Auch der ZEW-Index war zuletzt zum zehnten Mal in Folge gesunken.

Schlechte Stimmung steckt die Börse an

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Der sechste Rückgang des Ifo-Index' sei enttäuschend, schrieb Ulrich Wortberg, Analyst der Landesbank Hessen-Thüringen, gerade angesichts des Einkaufsmanager-Index' in Deutschland, der überraschend positiv ausgefallen war. Sein Fazit: "Eine Belebung der deutschen Wirtschaftsaktivität zeichnet sich in den kommenden Monaten wohl nicht ab."

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Auch an der Börse schlug der überraschend deutliche Rückgang des Index' auf die Stimmung. Nach der Bekanntgabe drehte der deutsche Leitindex Dax ins Minus und fiel auf 8.945 Punkte. Auch der Euro schwächelte und fiel auf 1,2685 Dollar.

Damit mehreren sich die Zeichen für ein gedämpftes Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal gar um 0,2 Prozent geschrumpft. Und in ihrer Herbstprognose rechnet die Bundesregierung im laufenden Jahr nur noch mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent.

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