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Konjunktur

ZEW-Konjunkturindex Februar 2015

Höchster Stand seit Februar 2014

Der ZEW-Index hört nicht auf zu steigen

Stand: 17.02.2015, 11:31 Uhr

Bestens dürfte es um die deutsche Wirtschaft bestellt sein, glaubt man dem Optimismus der hiesigen Manager. Die sind sehr zuversichtlich gestimmt, wie sich an einem der wichtigsten Konjunkturbarometer ablesen lässt. Der ZEW-Index stieg im Februar erneut.

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Auf 53,0 Punkte ging es im Januar hinauf, im Monat zuvor hatte das Stimmungsbarometer noch bei 48,4 Zählern gestanden. Das gab das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim bekannt. Monatlich erhebt es den Index anhand einer Umfrage unter rund 350 Finanzmarktteilnehmern.

Das war der höchste Stand seit Februar 2014 und der vierte Anstieg in Folge. Der fiel allerdings diesmal nicht ganz so aus, wie sich Analysten erhofft hatten. Sie hatten mit einem Wert von 55 Punkten gerechnet.  

Griechenland dämpft die Stimmung etwas...

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"Die Geldflut der Europäischen Zentralbank und die überraschend starke wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal 2014 sorgen für gute Stimmung unter den Finanzmarktexperten", lieferte ZEW-Präsident Clemens Fuest als Erklärung. In der vergangenen Woche hatte es überraschend gute Konjunkturdaten gegeben. Deutschland hatte mit einem BIP-Wachstum von 0,7 Prozent für das letzte Quartal 2014 unter Ökonomen für einen Paukenschlag gesorgt. Dämpfend hatten sich nach Aussagen von Fuest dagegen auf die Konjunkturerwartungen die Zuspitzung der Ukraine-Krise und der konfrontative Kurs der neuen griechischen Regierung ausgewirkt.

Erstaunlich gut fiel der Teilindex, der eine Einschätzung über die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft liefert, aus. Er stand bei 45,5 Zählern, nach 22,4 Punkten. Vermutet hatten Experten einen deutlich schwächeren Anstieg auf 30,0 Punkte.

... der schwache Euro und der Ölpreisverfall heben sie

Allzu sehr ließen sich deutsche Manager die Stimmung durch die Krise in Griechenland nicht verdrießen, meint auch Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Denn schließlich habe es auch Stimmungsaufheller gegeben, den Ölpreisrückgang und der gesunkenen Euro. "Die Zahlen unterstreichen die positive Erwartung bezüglich des deutschen Wachstums im Jahr 2015", so Umlaufs Fazit.

Der Dax reagierte auf die Bekanntgabe des ZEW-Index kaum. Er notierte weiterhin bei 10.848 Zählern. Am Vormittag hatte er, wegen der geplatzten Schuldengespräche mit Griechenland, bereits leicht im Minus gestanden. Der Euro notiert nach wie vor bei 1,1380 Dollar.

um

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