Seitenueberschrift

Konjunktur

Ifo-Geschäftsklimaindex

Ifo steigt fünften Monat in Folge

Ifo-Index: Aufschwung geht weiter

Stand: 25.03.2015, 10:26 Uhr

Trotz anhaltender Spannungen mit Russland und der unendlichen Grexit-Debatte hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter verbessert. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungshaltung hellten sich auf.

Darauf deutet zumindest der neueste Ifo-Geschäftsklimaindex hin. Der stieg zum Vormonat um 1,1 Punkte auf 107,9 Punkte - und damit den höchsten Stand seit Juli 2014. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Verbesserung auf 107,3 Punkte gerechnet.

Der Index der Geschäftserwartungen verbesserte sich von 102,5 auf 103,9, der Index zur Geschäftslage von 111,3 auf 112,0. Auch hier wurden die Schätzungen leicht übertroffen. "Die deutsche Wirtschaft expandiert weiter", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Schwacher Ölpreis und niedriger Euro

Europas größte Volkswirtschaft profitiert derzeit von einer Art zusätzlichem Konjunkturpaket. Denn der niedrige Ölpreis drückt die Kosten vieler Firmen und sorgt für mehr Kaufkraft bei den Verbrauchern. Zudem schiebt der niedrige Euro die Exporte nach Übersee an. Viele Ökonomen trauen der Wirtschaft in diesem Jahr bis zu 2,0 Prozent Wachstum zu, nach 1,6 Prozent 2014.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
9.557,16
Differenz absolut
-699,87
Differenz relativ
-6,82%
Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,0998
Differenz absolut
-0,00
Differenz relativ
-0,41%

Nach Einschätzung von Ralf Umlauf, Ökonom bei der Helaba, kommen die positiven Effekte des Ölpreisrückgangs und des im Vergleich zu 2014 abgewerteten Euro nun zum Tragen. Dieser Prozess dürfte auch in den kommenden Monaten noch anhalten.

Dax und Euro unbeeindruckt

Den Dax hat der leichte Anstieg des Ifo allerdings kaum beeindruckt. Zwar drehte das Börsenbarometer kurz ins Plus und kletterte wieder über die Schwelle von 12.000 Punkten, musste seine Gewinne aber ebenso rasch wieder abgeben. Auch der Euro bewegte sich kaum und notiert bei 1,0945 Dollar minimal schwächer als am Morgen.

Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7.000 Unternehmen ermittelt und gilt als eines der wichtigsten Frühwarninstrumente für die Konjunkturentwicklung.

Darstellung: