Ein Stapel Euromünzen.

Studie Das private Geldvermögen wächst auf ein neues Rekordniveau

Stand: 14.07.2017, 15:34 Uhr

Gemäß einer heute veröffentlichten Studie der Deutschen Bundesbank sind die Deutschen so reich wie nie zuvor.

Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg demnach im ersten Quartal des laufenden Jahres auf rund 5.676 Milliarden Euro. Neben Bargeld, Bankeinlagen und Ansprüchen an Versicherungen wurden ebenfalls Wertpapiere berücksichtigt. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus der Studie nicht hervor.

Gegenüber dem vierten Quartal 2016 stieg das Geldvermögen um 1,5 Prozent beziehungsweise 84 Milliarden Euro. Als Gründe wurden steigende Reallöhne sowie ein robuster Arbeitsmarkt genannt. Der größte Teil des Geldes floss mit gut 24 Milliarden Euro in Versicherungen und Pensionseinrichtungen, die als risikoarm gelten. Zunehmend horten die Deutschen Bargeld oder parken es als Sichteinlagen bei Banken, auf Giro- oder Tagesgeldkonten, deren Bestände man rasch umschichten kann. 17 Milliarden Euro kamen in den letzten drei Monaten hinzu. Insgesamt belaufen sich die Bestände der privaten Haushalte an Bargeld und Sichteinlagen nun auf 1.379 Milliarden Euro.

Hausse sorgt für Vermögenseffekt

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Aber auch steigende Aktienkurse trugen ihren Teil bei: "Das im Berichtsquartal insgesamt günstige Kapitalmarktumfeld bescherte den privaten Haushalten in Deutschland zusätzlich zur transaktionsbedingten Zunahme des Geldvermögens Bewertungsgewinne, die für sich genommen das gehaltene Geldvermögen um etwa 25 Milliarden Euro erhöhten", erklärte die Bundesbank.

Weil Sparbuch und Tagesgeld kaum noch Zinsen abwerfen, engagierten sich mehr Menschen an den Kapitalmärkten: Nach Verkäufen im Vorquartal wurden im ersten Quartal 2017 unter dem Strich Aktien und sonstige Anteilsrechte für fast zwei Milliarden Euro erworben. Während börsennotierte inländische Aktien leichte Abflüsse verzeichneten, betraf dies besonders börsennotierte Aktien aus dem Ausland.

dpa/ kp

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