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Anlagestrategie

Gewusst wie

Gewinne absichern

von Andreas Braun

Stand: 27.02.2015, 11:38 Uhr

Wie weit geht die Himmelfahrt am Aktienmarkt noch? Auch Experten sind sich nicht sicher, ob der Dax nach seinem schwindelerregenden Aufstieg schon bald eine längere Konsolidierung vor sich hat. Für Anleger stellt sich die Frage, wie die erreichten Gewinne gerettet werden können.

Die Expertengilde ist genauso hin- und hergerissen wie die privaten Anleger. Die Aussicht auf den beginnenden Anleihekauf durch die EZB hat den europäischen Aktienmarkt noch einmal heftig angeschoben. An Dax-Stände im fünfstelligen Bereich dürften sich manche Investoren noch nicht recht gewöhnen können.

Wie lange hält der Trend?

"Die Luft wird dünner", meint am Freitag Gregor Kuhn vom Broker IG, "eine Konsolidierung tut not". Und diese Korrektur gehöre "zwingend zu gesunden Aufwärtstrends". Doch wann sie einsetzt, darüber darf füglich gestritten werden. Markstratege Andreas Paciorek von CMC Markets verweist bei der Gelegenheit auf starke Konsumdaten und Arbeitslosendaten aus Deutschland, die dem Dax noch einen Extra-Schub verpasst haben.

Auch manche charttechnisch orientierte Analysten sehen durchaus noch Luft nach oben. Die LBBW-Experten Martin Siegert und Holger Frey machen "weitere Aufwärtschancen" in Richtung der Marken von 11.351 und 11.374 Punkten aus. Es fehle bislang ein Signal für eine Trendwende.

Eigene Marktmeinung als Grundlage

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 5 Jahre
Kurs
12.733,41
Differenz relativ
-0,47%

Wer als Anleger in der glücklichen Lage ist, die Rekordfahrt der Aktienmärkte im Depot mitzuerleben, hat also Gründe, sich um die erreichten Gewinne zu sorgen. Möglichkeiten, diese Gewinne abzusichern, gibt es reichlich. Die Strategie dabei sollte grundsätzlich zur derzeitigen Erwartung des Anlegers passen. Wer von einem kurzen Durchatmen der Börsen und einer weiteren Rally ausgeht, dürfte kaum Handlungsbedarf haben. Das gilt umso mehr für private Investoren mit einem längeren Anlagehorizont von mehreren Jahren oder sogar Jahrzehnten.

Anders sieht es aus bei Aktienbesitzern, die den Börsen nicht mehr viel zutrauen oder sogar mit mehr oder weniger heftigen Rückschlägen rechnen. Für sie gilt es nun, die richtige Absicherungsstrategie einzuleiten.

Alle Kommentare (4)

Kommentar von "Holt" am 27.02.2015, 23:50 Uhr

Absicherung ist Unsinn, damit begrenzt man nur die Gewinne und von gelegentlichen Rücksetzern abgesehen, werden die Börse noch eine Weile steigen. Der DAX sowieso, weil es ein Performance Index ist. Man sollte auf den Kurs-DAX WKN 846744 schauen, der ist auch mit anderen Indices vergleichbarer und da sind noch keine Rekordhöhen in Sicht, der stand 2000 viel höher. Dann muss man die Inflation der 15 Jahre berücksichtigen, da kommt auch einige zusammen und solange die Dividenden die Rendite der keineswegs mehr risikolosen Anleihen übersteigt, ist mir großen Einbrüche nicht zu rechnen. Kleiner Korrekturen sind Kaufgelegenheiten und schütteln nur die Angsthasen aus dem Markt, die mit ihren Stop-Loss Orders dann nur ihre Verluste realisieren.

Kommentar von "Wolfgang Salewski" am 27.02.2015, 19:38 Uhr

Lieber Moderator, für wen ist dieser Artikel verfasst worden? Wer keine Ahnung versteht ihn nicht und wer ihn versteht, braucht ihn nicht. Unter einem Beitrag für Börsen-Anfänger verstehe ich was anderes - überflüssig zu sagen, dass solche Artikel die Leute eher von Aktien und Fonds fernhalten.

Kommentar von "NoName" am 27.02.2015, 13:00 Uhr

Sorry, aber die Empfehlung, ein "20.000-Euro-Depot" in DAX-Werten mit 20-fach gehebelten Short-Knock-out-Zertifikaten für EUR 1.000,- absichern zu wollen, solange der Aufwärtstrend noch voll intakt ist(!), kann eigentlich nur von Journalisten kommen. - Bevor man so einen Blödsinn macht, sollte man doch wirklich lieber sein Geld zu den offiziellen Beratern (mit ihren zwar zumeist kostenintensiven Fertigprodukten) tragen, die man ggf. wenigstens entsprechend in Haftung für Falschberatungen nehmen kann!

Kommentar von "Alexander Grimmer" am 27.02.2015, 12:23 Uhr

Hört sich auf den ersten Blick gut an, aber bei Transaktion verdient ertsmal die Bank, und das ohne Risiko!

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