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Finanzen machen mobil

Stand: 17.02.2017, 15:56 Uhr

Das Smartphone wird immer mehr zur Schaltzentrale für die verschiedensten Anwendungen im Finanzbereich. Ob bezahlen, überweisen, ein Wertpapier kaufen oder sogar eine ganze Vermögensplanung machen - mobil ist Trumpf.

Auf einen "mobile Moment" steuern immer mehr Banken zu. Das ist der Moment, wenn mehr Kunden über ein Smartphone Bankfunktionen nutzen als über den klassischen PC. Die Deutsche Bank hat vor rund einem Jahr ihre neue Banking-App genau mit diesem Ziel eingeführt. In der eigens gegründeten Digitalfabrik der Frankfurter Bank dreht sich vieles ums mobile Bankgeschäft. Den Kunden zu erreichen, das heißt inzwischen vor allem, ihm Angebote aufs mobile Gerät zu zaubern.

Von null auf x Prozent

Der Umstieg vom PC aufs Smartphone ist bei vielen Bankkunden bereits erfolgt. Nach einer Studie der Marktforscher von Bain ist der Prozentsatz der "mobilen Kontakte" mit der Bank allein zwischen 2012 und 2015 von null auf 20 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr soll der Anteil laut einer weiteren Studie von bbw-valido bereits bei 40 Prozent gelegen haben.

Im gleichen Maß ging das klassische Online-Banking zurück. Der Verlauf dieses Trends scheint klar, besonders wenn man auf die "nachwachsende Generation" schaut: Bei den 18- bis 24-jährigen Bankkunden nutzen zwei Drittel die mobile Kontaktmöglichkeit.

Komplexere mobile Kontakte

Auch die Art der "mobilen Kontakte" verändert sich inzwischen. Während in den vergangenen Jahren einfache Kontostand-Abrufe oder Überweisungen die Hauptnutzung per Smartphone waren, geht es inzwischen auf dem mobilen Gerät auch mehr und mehr um komplexere Funktionen. Das Einrichten oder Verwalten von Daueraufträgen, aber selbst der Kauf und Verkauf von Wertpapieren gehört dazu.

Die "mobile Bank" hat sich etwa das FinTech-Unternehmen N26 auf die Fahnen geschrieben. Die Bank ist als reine Smartphone-Bank angetreten und hat binnen weniger Jahre eine sechsstellige Kundenzahl - überwiegend junge, technikaffine Nutzer - gewonnen. Nachdem N26 im Juli 2016 eine Vollbanklizenz erhielt und damit nicht mehr auf einen Abwicklungspartner angewiesen war, erfolgte im Februar 2017 der nächste Schritt: Per Smartphone kann ein Kredit aufgenommen werden. Identifikation, Konditionen und Bonitätsprüfung - alles erfolgt über das mobile Gerät (s.a. unsere Galerie).

Geldanlage aus der Hosentasche

Für Anleger dient das Smartphone schon lange nicht mehr nur als Lieferant von Aktienkursen und Börsennachrichten. Mobil kann hier auch eine Aktie, ein Fondsanteil oder ein Hebel-Zertifikat gekauft werden. Hier kann in Sekundenschnelle gehandelt oder auch "gezockt" werden.

Sicherheitsaspekte beachten

Trotz aller mobilen Euphorie, vor allem unter Sicherheitsgesichtspunkten ist das mobile Banking anfälliger als das Online-Banking am heimischen Computer. Experten empfehlen zum mobilen Banken und Traden, keine öffentlichen Netzwerke zu nutzen, sein eigenes Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand zu halten und keine mobilen TANs zu nutzen, die per SMS aufs Smartphone geschickt werden. Für den Fall des Verlustes sollte eine automatische Sperrfunktion des Geräts aktiviert sein.

AB

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N26

Smart-Banking

Eine neue Dimension des mobilen Bankings hat der Start der reinen „Smartphone-Bank“ N26 aus Berlin (früher Number 26) in Deutschland 2013 eingeläutet: Binnen drei Jahren hat das Unternehmen rund 200.000 Kunden angeworben. Alle Transaktionen lassen sich hier in Sekundenschnelle durchführen und abrufen.

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