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Geldanlage

ETF-Sparpläne liegen im Trend

Stand: 06.04.2017, 15:43 Uhr

Mit der zunehmenden Popularität von passiven Indexfonds (ETF) steigt in Deutschland auch das Volumen und die Anzahl von Sparplänen auf die kostengünstigen und schlichten Produkte. Anleger bekommen Sparpläne auch immer häufiger angeboten.

Neben den hierzulande tätigen Direktbanken haben auch einige Filialbanken und Fondsplattformen ETF-Sparpläne im Angebot, wie eine Auswertung des "Extra-Magazins" zeigt. Nach verwaltetem Volumen und Zahl der Sparverträge ist ETF-Sparen inzwischen zum Spartrend geworden. Bis Ende vergangenen Jahres stiegen die insgesamt in ETFs investierten Mittel nach der Berechnung des Magazins von 7,3 auf 10,4 Milliarden Euro, ein Plus von 42,5 Prozent.

Auch Fondsplattformen und wenige Filialbanken

Insgesamt rund 345.000 Sparverträge in die Indexfonds wurden dabei gezählt, das ist sogar ein Anstieg um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Jahresstart 2016. Neben den Discountbrokern wie der Consorsbank oder Flatex bieten auch reine Fondsplattformen wie eBase oder die Frankfurter Fondsbank Indexfonds-Sparpläne an. Unter den Filialbanken mit ETF-Sparplänen im Angebot finden sich die Commerzbank und die Targobank.

Produktauswahl und Kosten

Für Anleger sind bei der Auswahl eines Sparplans neben der Auswahl an ETF-Produkten vor allem die Kostenbelastung und auch die Höhe der möglichen Sparraten von Bedeutung. Hier unterscheiden sich die Anbieter zum Teil deutlich. In vielen Fällen sind nur bestimmte Indexfonds ohne Gebühr je Sparrate besparbar. Dies ist aber ein wichtiger Faktor bei der Rendite der langfristigen Anlage (s. unser Überblick ETF-Sparpläne).

Renditetreiber ETF

Dass die langfristig erzielbare Rendite eines ETF-Sparplans die der meisten aktiv gemanagten Fondsprodukte hinter sich lässt, ist unter Experten unstrittig. Laut der Zeitschrift "Finanztest" liegt der Wertzuwachs eines ausgewogenen ETF-Sparplans mit Aktien- und Anleihenfonds um 3,5 Prozent jährlich über der eines "aktiven" Mischfonds. Noch immer werden in vielen Banken ETFs aber nicht aktiv beworben, sie bringen wegen ihrer schlanken Kostenstruktur kaum oder gar keine Provisionen für den eigenen Vertrieb oder Bankberater ein.

AB

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ETF-Sparpläne im Überblick

Direktbanken in der Rabattschlacht

Comdirect

Comdirect

Die Commerzbank-Tochter hat rund 269 sparplanfähige ETFs aller großen Emittenten im Angebot. Die Mindestsparrate liegt bei 25 Euro, die Mindestsparfrequenz bei einem Quartal. Wer die derzeit 89 "Aktionsfonds" bespart, spart auch die Ordergebühr, die sonst bei 1,5 Prozent und maximal 4,90 Euro je Ausführung liegt.

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