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Dividenden

DZ Bank erwartet Rekordausschüttung

37 Milliarden Euro zu verteilen

Die Zinsen sind wegen der freigiebigen Politik der EZB so niedrig wie nie zuvor. Deshalb sollten sich die Investoren besonders für die Aktien von dividendenstarken Unternehmen interessieren, wenn sie überhaupt noch Rendite erzielen wollen.

Die Fachleute der DZ Bank gehen davon aus, dass die HDax-Konzerne - das sind die gesamten Unternehmen aus Dax, MDax und TecDax – im laufenden Jahr Dividenden in Höhe von 37 Milliarden Euro ausschütten werden. Das entspräche einem Plus von immerhin elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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"Über zu niedrige Zinsen den Kopf zu zerbrechen macht keinen Sinn mehr, denn es gibt schlichtweg so gut wie keine Zinsen mehr", schreiben die Fachleute in ihrer aktuellen Studie. "Betrachten wir beispielhaft deutsche Bundesanleihen, so sind die Renditen bis zu einer Laufzeit von fünf Jahren negativ. Auch bei Unternehmensanleihen mit höherer Bonität gibt es nicht mehr viel zu verdienen."

Selbst die Bewertung von Aktien sei nach Einschätzung der Experten nicht mehr günstig. Schließlich  jagte der Dax zuletzt von Rekord zu Rekord.       

Allianz im Dax der Topzahler

Die DZ Bank empfiehlt deshalb defensiv orientierten Investoren, auch 2015 auf "Dividendenaristokraten" zu setzen. Das sind Unternehmen, die kontinuierlich Dividende bezahlt und diese angehoben oder stabil gehalten haben. Renditeorientierten Investoren rät die DZ Bank, Aktien mit attraktiver Dividendenrendite und zusätzlichem Kurspotenzial auszuwählen.

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Dividende - der neue Zins?

Gemessen an der absoluten Höhe der Ausschüttungen sind die Topzahler im Dax nach den Berechnungen der DZ Bank die Allianz und Siemens mit rund drei Milliarden Euro. Auch BASF, Daimler, Volkswagen und die Deutsche Telekom sollten demzufolge über zwei Milliarden Euro ausschütten: "Diese sechs Unternehmen zahlen zusammen rund 16 Milliarden Euro, also mehr als 50 Prozent der Dax-Dividenden", heißt es in der Studie.

Anleger sollten aber beim Blick auf die Dividendenrendite beachten, dass sie ein täglich schwankender Wert ist. Als alleiniges Anlagekriterium reicht die Dividendenrendite selten aus - warum das so ist, lesen Sie hier.

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