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Tag der Wahrheit

Buffett beißt ein dickes Stück vom Apfel ab

Stand: 15.02.2017, 12:02 Uhr

Es ist wieder "13-F-Tag" - der Tag der Wahrheit für Fans von Warren Buffett. Der Tag, an dem der Star-Investor seine letzten Coups offen legen muss. Bei Apple. Und bei Monsanto. Und Delta. Und... Langeweile kennt Buffett nicht.

Jedes Quartal muss Warren Buffett der amerikanischen Börsenaufsicht SEC Bericht erstatten: Welche Aktien hat er gekauft, welche verkauft. Wie sich das für eine Behörde gehört, macht er das über ein Formular: das so genannte Formular 13-F, ein öffentlichtes Dokument. Für Investoren kommt das einem Festtag gleich. Sie erfahren, wo ihre Vorbilder, die großen institutionellen Investoren, investiert sind.

Natürlich erhoffen sich Buffett-Fans Ideen, wo es sich auch für sie noch lohnen könnte einzusteigen. Auch wenn die Mitteilung dafür natürlich bei weitem zu spät kommt - aber trotzdem.

Gute Riecher für Apple

Die Überraschung in der neuen SEC-Mitteilung vom Dienstagabend: Buffett hat im vierten Quartal ein dickes Paket Apple-Aktien gekauft. Seine Firma Berkshire Hathaway vervierfachte ihren Anteil am iPhone-Hersteller nahezu. Damit bewies Buffett wieder einmal seinen guten Riecher für lukrative Geldanlagen. Allein in diesem Jahr hat das Papier bereits 16 Prozent zugelegt - Buffett hat also in kürzester Zeit mit seinen 57 Millionen Aktien einen Milliardengewinn eingefahren.

Buffett hat sich auch bei Monsanto eingekauft. Vor der geplanten Übernahme durch Bayer erwarb seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway acht Millionen Aktien des amerikanischen Saatgutherstellers.

Millionen Flieger-Aktien

Zudem entdeckte Buffett die Fliegerei, er griff beherzt bei den vier größten US-Fluggesellschaften American, Delta, Southwest und United Continental zu. Er erhöhte seine Anteile dort auf einen Wert von insgesamt 9,3 Milliarden Dollar. Das ist sieben Mal so viel wie Ende September.

Erstaunlich: Im nachbörslichen New Yorker Handel gewannen die Anteilsscheine von Apple, Monsanto und den Fluggesellschaften an Wert. Anleger folgten gestern also Buffetts - alten - Investmentideen, auch wenn die Aussagekraft der Wochen zurückliegenden Käufe begrenzt ist. Da bringt einem ein Fehlgriff Warren Buffetts doch mehr. Schadenfreude gilt bekanntermaßen als die größte Freude.

bs

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Langeweile kennt er nicht. Warren Buffett ist äußerst aktiv. Jüngst verriet er, dass er mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway seit dem Wahlsieg von Donald Trump Aktien im Volumen von zwölf Milliarden Dollar gekauft hat. Ein Bericht der US-Börsenaufsicht SEC zeigt nun, wohin er sein Geld gesteckt hat - und wo er es abgezogen hat.

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