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Korrektur war überfällig
"Nur ein Warnschuss"
von Angela Göpfert
Marktexperte Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest ist von dem heutigen Kursverfall keineswegs geschockt. Er sieht in den erniedrigten Kursen gar eine Kaufgelegenheit.
Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest bleibt ganz gelassen
Rethfeld hatte bereits im Vorfeld des großen Verfallstermins am 15. März vor der Möglichkeit gewarnt, dass die Märkte an diesem Tag nach unten drehen könnten. "Wir nehmen an, dass ein daraus resultierender Pullback im letzten März-Drittel eine Kaufgelegenheit darstellen dürfte", schrieb Rethfeld am 6. März in seinem täglichen Newsletter "Der Wellenreiter".
Märkte waren "am Anschlag"
Zu dieser Einschätzung steht Rethfeld auch heute noch. Im Gespräch mit boerse.ARD.de erläutert er, dass der Absturz vom Montag für ihn nicht gänzlich überraschend kommt: Sowohl die Geschichte (Stichwort Turnaround-Monat März), als auch wichtige Indikatoren hatten auf eine bevorstehende Trendwende hingewiesen: "Die Märkte waren sentimenttechnisch am Anschlag, auch aus Marktmomentum-Sicht waren sie eindeutig überreizt."
Dass der Markt nun just am 15. März wieder für lange Zeit den Weg gen Süden eingeschlagen hat, glaubt Rethfeld allerdings nicht. "Sobald der Markt nicht mehr überkauft ist und das Sentiment sich abgekühlt hat, werden sich auch die nüchternen Faktoren wieder durchsetzen. Die Notenbanken werden die Märkte weiter stützen. Was wir heute erleben, ist ein erster Warnschuss. Ein Markt-Hoch bildet sich in der Regel langsam und nicht durch einen Absturz wie heute."
Allzeithochs weiter im Visier
Folgerichtig geht Rethfeld davon aus, dass die Märkte nun noch einige Tage korrigieren werden – bis in die letzte März-Woche hinein. Alles hänge davon ab, wie tief diese Korrektur verläuft: Sollten wichtige technische Marken nicht unterschritten werden, stünden die Chancen gut, dass Dax und Dow Richtung Sommer neue Allzeithochs anlaufen.
Anleger sollten beim Euro/Dollar die Marke von 1,20 Dollar im Auge behalten, "die darf nicht fallen", warnt Rethfeld. Im S&P 500 sei die 1.530 die ultimative Unterstützung. "Im Dax ist es das alte Januar-Hoch bei 7.872. Wenn die hält, ist quasi gar nichts passiert. Dann ist der Aufwärtstrend weiter intakt."
Stand: 18.03.2013, 11:23 Uhr