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Mal was Positives
Dow Transportation Index: Beruhigungspille für die Anleger?
von Angela Göpfert
Der Dow Transportation Index zeigt sich in bester Verfassung. Warum das ein positives Signal für den Dow Jones Index und damit den Gesamtmarkt sein könnte, und was Privatanleger dabei beachten sollten, erklärt boerse.ARD.de.
Der Dow Transportation Index fährt wie auf Gleisen gen Norden
Der Dow Transportation Index dürfte wohl nur wenigen Privatanlegern bekannt sein. Doch er wird von der Masse der Anleger zu Unrecht verkannt. Schließlich sendet der Dow Transportation wichtige Signale für den Gesamtmarkt, die nicht nur professionelle Investoren interessieren dürften.
So hat der Dow Transportation Index seinen bereits im Dezember erfolgten Ausbruch aus einer monatelangen seitlichen Schiebezone nun am Dienstag mit einem neuen Allzeithoch krönen können. Bis auf 5.645 Zähler ging es bei den Transportwerten in die Höhe.
Stütze für den Gesamtmarkt
Da Transportwerte häufig recht frühzeitig bei einer wirtschaftlichen Erholung anspringen, könnte die neue Stärke des Dow Transportation ein positiver Vorlaufindikator für den Gesamtmarkt sein. Ist die momentane Korrektur im Dow Jones Index also gar kein Grund zur Sorge?
Diese Frage lässt sich derzeit nicht vollumfänglich beantworten. Auf alle Fälle sollte die neu gewonnene relative Stärke des Logistiksektors für den breiten Markt stützend wirken.
Warten auf die Bestätigung
Fakt ist aber auch: Die für einen validen Ausbruch nach oben erforderliche Bestätigung laut Dow-Theorie ist bislang ausgeblieben. Dazu müsste der Dow-Jones-Index nämlich erst sein Allzeithoch aus dem Jahr 2007 bei 14.164 Punkten überwinden. Denn laut der Theorie von Charles Dow müssen sich die beiden Indizes Dow Jones und Dow Transportation gegenseitig bestätigen.
"Wir rechnen zwar durchaus damit, dass der Dow sein Allzeithoch in den kommenden Monaten angreifen kann – möglicherweise im zweiten Quartal, vielleicht auch erst im August", meint Marktexperte Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest. Allerdings dürften die Finanzmärkte im zweiten Halbjahr unter Druck geraten, nachhaltige positive Ausbrüche dürften somit nicht erfolgen.
Von wegen alt und überholt!
Dass Anleger die Signale der altehrwürdigen Dow-Theorie durchaus ernst nehmen sollten, hat das Jahr 2012 übrigens mal wieder eindrücklich bewiesen. So schrieb boerse.ARD.de am 2. Oktober "Dow Transportation Index sendet Warnsignal". Damals hatte der Dow Transportation Index geschwächelt und damit eine negative Divergenz zum Dow Jones Index ausgebildet.
Und tatsächlich: Der Dow Jones Index stürzte in Folge von seinem Hoch bei 13.661 im Oktober bis auf 12.471 Zähler ab. Erst als beide Indizes ab Mitte November wieder im Gleichschritt gen Norden schritten, gewann die Rally an Kraft.