Technische Analyse

Dow-Theorie mahnt zur Vorsicht Dow Transportation: Fehlausbruch mit Folgen?

Stand: 19.09.2016, 11:11 Uhr

Die Transportwerte haben ihre Erholungsbewegung jäh abgebrochen. Das ist kein gutes Zeichen für den Gesamtmarkt.

Seit seinem Hoch Anfang September bei 8.083 Zählern hat der Dow Jones Transportation Index 3,9 Prozent nachgegeben. Das mag auf den ersten Blick wenig dramatisch klingen.

Doch tatsächlich ist das daraus resultierende charttechnische Signal durchaus beunruhigend.

Ausbruchshoffnungen ade

Die Kursschwäche kommt zur Unzeit, fallen die Transportwerte damit doch in ihren alten Abwärtstrend unterhalb von 7.800 Punkten zurück. Damit machen sie Hoffnungen vieler Marktbeobachter auf ein neues Jahreshoch zunichte.

Ein solches hätte die Tür in Richtung Rekordhoch vom November 2014 bei 9.310 Punkten weit aufgestoßen.

Negative Divergenz bleibt bestehen

Damit wäre wiederum die seit über einem Jahr schon anhaltende negative Divergenz zwischen Transport- und Industriewerten endlich vom Tisch. Wir erinnern uns: Die Industriewerte hatten erst im August bei 18.668 Punkten ein frisches Allzeithoch erklommen.

Würde der Dow Transportation Index nachziehen, würden sich die beiden Indizes in ihrem Aufwärtstrend gegenseitig bestätigen – und nicht nur Charles Dow wäre glücklich und zufrieden.

"Großer Bruder" unter Druck?

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Doch es sollte anders kommen. Der zunächst gescheiterte Ausbruch auf der Oberseite ist daher ein negatives Signal – nicht nur für die Transportwerte, sondern auch für den Gesamtmarkt.

Im Sinne einer der ältesten Tradingweisheiten überhaupt, wonach sich der Dow Jones in die Richtung der Transportwerte entwickelt, dürfte nun auch der Druck auf den "großen Bruder" wieder zunehmen.

ag

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