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Die größten Musikstreaming-Dienste Umkämpfter Markt

Spotify-Logo auf einem iPad-Display, davor Ohrhörer

Spotify

Spotify wurde im Oktober 2008 erstmals in Schweden zum Download angeboten und galt als legale Alternative zur Musik-Piraterie. Ein halbes Jahr später hatte der Dienst bereits eine Million Abonnenten. Mittlerweile gibt es Spotify in 50 Ländern, der Dienst ist mit 75 Millionen Kunden Martkführer. Davon sind allerdings "nur" 20 Millionen zahlende Kunden, da Spotify ein "Freemium"-Modell anbietet: Der einfache Dienst ist kostenlos, allerdings muss der User dann mit Werbung leben. Für 9,99 Euro im Monat hat man werbefreien, unbegrenzten Zugang zu rund 30 Millionen Musiktiteln und kann diese auch offline abspielen.

Die größten Musikstreaming-Dienste Umkämpfter Markt

Spotify-Logo auf einem iPad-Display, davor Ohrhörer

Spotify

Spotify wurde im Oktober 2008 erstmals in Schweden zum Download angeboten und galt als legale Alternative zur Musik-Piraterie. Ein halbes Jahr später hatte der Dienst bereits eine Million Abonnenten. Mittlerweile gibt es Spotify in 50 Ländern, der Dienst ist mit 75 Millionen Kunden Martkführer. Davon sind allerdings "nur" 20 Millionen zahlende Kunden, da Spotify ein "Freemium"-Modell anbietet: Der einfache Dienst ist kostenlos, allerdings muss der User dann mit Werbung leben. Für 9,99 Euro im Monat hat man werbefreien, unbegrenzten Zugang zu rund 30 Millionen Musiktiteln und kann diese auch offline abspielen.

I-Tunes-Benutzeroberfläche mit Zugang zu Apple Music auf mobilen Endgeräten

Apple Music

Apple brachte seinen Dienst am 30. Juni 2015 in 100 Ländern an den Start. Apple Music bietet für 9,99 Euro im Monat Zugriff auf einen Katalog von zirka 30 Millionen Titeln. Bereits ein halbes Jahr nach Start hat Apple Music die Zahl von zehn Millionen Abonnenten geknackt. Ein kostenloses Angebot gibt es bei Apple im Vergleich zu Konkurrent Spotify nicht.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Apple

Wer in Apple Music investieren will, muss zur Aktie des Unternehmens aus Cupertino greifen.

Monitor mit Deezer-Schriftzug, im Hintergrund ein Gitarrist und ein Schlagzeuger

Deezer

Den Streamingdienst Deezer gibt es seit 2007. Er wird von dem französischen Unternehmen Blogmusik SAS betrieben und ist in 182 Ländern verfügbar. Kunden können auf 35 Millionen Titel zugreifen. Deezer hat rund 16 Millionen User, von denen sechs Millionen zahlende Abonnenten sind. Es finanziert sich, wie Spotify, zum Teil aus Werbung. Deezer hat unter anderem Partnerschaften mit Tui und Samsung und bietet deren Kunden kostenlose Probeabos an. Im Juni 2014 kaufte Deezer den Marktkonkurrenten Ampya und übernahm dessen rund 400.000 Nutzer. Nachdem der Dienst Simfy im Mai 2015 eingestellt wurde, übernahm Deezer auch diesen.

Google Play Music

Google Play Music

Google hat seinen Dienst Play Music im November 2011 in den USA gestartet. In Europa war der Dienst ein Jahr später verfügbar. Google Play Music ist zugleich Musikstreaming-Service und Online-Shop. Am 15. Mai 2013 kündigte Google den Start von Music All Access an. Genauso wie bei anderen Streaming-Diensten kann der Nutzer unbegrenzt Musik aus dem kompletten Katalog von Play Music hören. Zu Beginn wurde der Dienst lediglich in den USA angeboten, ist aktuell aber auch in einigen Ländern Europas verfügbar, darunter seit Dezember 2013 auch Deutschland. Play Music All Access arbeitet mit Universal, Sony und EMI zusammen und bietet seinen Nutzern 35 Millionen Songs zur Auswahl.

Alphabet A: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum 1 Jahr

Alphabet A

Wer an die Chancen des neuen Musikdienstes glaubt, kann sich über die Alphabet-Aktie daran beteiligen.

Computerbildschirm mit Napster-Website (Quelle: pa/dpa)

Napster

Napster ist eine Marke des US-Unternehmens Rhapsody. Der Streamingdienst ist der Nachfolger der gleichnamigen Tauschbörse, die 2001 nach Lizenzstreitigkeiten geschlossen wurde. In Deutschland und Großbritannien heißt der Dienst weiter Napster, in den USA und Kanada Rhapsody. Napster konnte seine Nutzerzahl 2015 um 60 Prozent steigern und hatte zuletzt rund 2,5 Millionen zahlende Kunden. Das Wachstum ist durch Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern und Autoherstellern befeuert worden, außerdem integriert Napster seine Musik-Flatrate in TV- und Audiosysteme. Deutschland und Frankreich gehören zu den besonders schnell wachsenden Märkten. Napster und Rhapsody bieten ausschließlich Bezahldienste an.

Realnetworks: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Realnetworks

Real Networks ist ein amerikanisches Unternehmen, das Software im Streaming-Media-Bereich anbietet. Über Rhapsody ist Real Networks am wachsenden Streaming-Dienst Napster beteiligt; außerdem ist das Unternehmen führend bei Video-Streaming-Software. Der Börsenwert beträgt 0,2 Milliarden Euro, der Umsatz 2014 lag bei 0,2 Milliarden Euro.

Tidal Music Streaming Screenshot Website

Tidal

Tidal startete im März 2015. Gegründet wurde der Dienst von Rap-Superstar Jay-Z, zahlreiche Stars wie Madonna, Rihanna und Coldplay-Sänger Chris Martin sind Teilhaber des Streaming-Dienstes, der sich als "Zukunft der Musik" versteht. Tidal ist Nachfolger des Anbieters Wimp, den Jay-Z für 50 Millionen Euro vom norwegischen Konzern Aspiro gekauft hat. Auch Tidal bietet für 10 oder 20 Euro monatlich Zugang zu einer Musikbibliothek von rund 35 Millionen Titeln. Von der Konkurrenz abheben will sich Tidal mit dem Versprechen auf exklusive Inhalte und eine hohe Soundqualität. Nach letzten Zahlen hat Tidal rund 580.000 Kunden, sowie 17.000 User, die das Premium-Abo für 20 Euro abgeschlossen haben. Der Dienst ist in 31 Ländern verfügbar.

Logo des Internet Musikstraming-Anbieters Pandora

Pandora Internet Radio

Pandora ist ein Internetradio, das seinen Nutzern Zugang zu 1,5 Millionen Titeln verspricht. Der Dienst hat rund 78 Millionen Nutzer, davon 3,3 Millionen zahlende Abonnenten. Pandora ist nur in den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland nutzbar.

Pandora Media: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Pandora Media

Obwohl das Unternehmen noch nie Gewinn gemacht hatte, ging es im Juni 2011 an die Börse. Im dritten Quartal 2015 bekam Pandora die neue Konkurrenz auf dem Markt deutlich zu spüren: 1,3 Millionen Kunden wanderten zu Apple Music ab, die Aktie rutschte um 35 Prozent ab. Doch Pandora reagierte...

Rdio

... und übernahm im November für 75 Millionen Dollar den insolventen Streaming-Dienst Rdio. Pandora übernimmt vor allem Technologie und Design-Lösungen von Rdio und will international expandieren, sein Angebot also künftig auch in Europa zugänglich machen.

Soundcloud

Soundcloud startete 2008 als Plattform von Musikern für Musiker - gegründet wurde es von einem Audio-Designer und einem Musiker. Musik kann auf Soundcloud hochgeladen, gestreamt und mit Freunden geteilt werden. Wer viel hochladen will, bezahlt rund vier Euro pro Monat, Bands zahlen 99 Euro pro Jahr. Soundcloud hat 175 Millionen Nutzer und stellt 100 Millionen Songs zur Verfügung - zumeist allerdings von unbekannteren Künstlern. Das soll sich nun ändern, denn der Dienst hat unlängst einen Deal mit dem weltgrößten Plattenlabel Universal Music geschlossen. Damit kann das Angebot nun um Millionen populäre Hits erweitern und auf eine größere Rolle im Streaming-Geschäft hoffen.

Logo des Musik Streaming Anbieters Amazon Music

Amazon Music

Mit über einer Million Songs, ausgewählten Playlists und persönlichem Radio wirbt Amazon für sein Streaming-Angebot. Es ist in das kostenpflichtige Abo Amazon Prime (49 Euro/Jahr) integriert. Amazon Prime Music ist mit rund vier Euro monatlich der günstigste Streaming-Dienst...

Amazon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Amazon

... allerdings ist Prime Music neben den sonstigen Angeboten Prime Video, dem Cloud-Speicherdienst Prime Photos und der Kindle Leihbücherei eher ein Teil von vielen im Amazon-Sortiment. Angriffe auf die Marktführerschaft im Musik-Streaming sind von Amazon zunächst wohl nicht zu erwarten.

Logo des Musik Streaming Anbieters Microsoft Groove

Microsoft Groove

Kurz nach dem Start von Apple Music hat auch Konkurrent Microsoft sein Streaming-Angebot überarbeitet: Aus Xbox Music wurde Microsoft Groove. Der Dienst bietet ein kostenpflichtiges Monatsabo und Zugriff auf 40 Millionen Songs.

Microsoft: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Microsoft

Microsoft integriert den Dienst in seine Produkte und vernetzt ihn mit bestehenden Services wie Apps und Cloud-Angeboten.

Screenshot der Website des Musikstraming-Anbieters Aldi Life

Aldi Life

Im September 2009 hat auch Discounter Aldi einen eigenen Musikstreaming-Dienst gestartet - in Kooperation mit Napster. Für 7,99 Euro im Monat bietet Aldi nach eigenen Angaben über 34 Millionen Songs und Hörbücher an. Ganz nach Firmencredo will Aldi mit einem kleinen Preis punkten - und dabei das bieten, was die Konkurrenz auch in petto hat. Gerade im deutschen Markt könnte Aldi Life sich mit diesem Modell etablieren. Mehr zum Thema: Der Kampf um den Streaming-Markt

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