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Traumhafte November-Zahlen
Himmlische Zeiten für deutsche Autos in den USA
Die Lust der Amerikaner auf ein neues Auto ist ungebrochen. Im November stiegen der Verkäufe auf dem wichtigsten Automarkt der Welt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent - ein Segen für die deutschen Hersteller.
So verkaufte allein Porsche satte 71,4 Prozent mehr Autos als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Volkswagen-Tochter schlug 3.865 Fahrzeuge los. Bei BMW betrug das Absatzplus 38,8 Prozent. Von der Marke Volkswagen (VW) wurden 36.728 Autos und damit 29,3 Prozent mehr abgesetzt. Die VW-Tochter Audi kam immerhin auf ein sattes Plus von 24,4 Prozent. Auch bei Daimler florierten die Geschäfte.
Der Stuttgarter Konzern erhöhte den Absatz der Marke Mercedes um 15,6 Prozent. Und so ähnlich dürfte es vorerst auch weitergehen. "Wir rechnen damit, dass die Nachfrage auch in der nahen Zukunft anhält", erklärte Porsches Nordamerika-Chef Detlev von Platen.
Fahrer brauchten neues Auto
Toyota wuchs ebenfalls stärker als die US-Hersteller. Der japanische Konzern legte mit 161.700 Fahrzeugen um 17,2 Prozent zu. Hintergrund der großen Zuwächse ist eine alternde Wagenflotte, welche die Amerikaner zum Kauf eines neuen Wagens zwingt. Zudem gibt es in der Bevölkerung ein Vertrauen in die Wirtschaft - trotz der nahenden Fiskalklippe. Im November kam hinzu, dass viele Autos von Wirbelsturm Sandy hinweggeschwemmt worden waren. Die Fahrer brauchten nun schnell ein neues Gefährt.
Auch die heimische Massenhersteller wurden mehr Wagen los, wenngleich sich die Zuwächse im Vergleich zu den Deutschen und zu manchem japanischen Konkurrenten in Grenzen hielten. Am besten schnitt noch der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Autobauer Chrysler ab mit einem Plus von 14 Prozent. Ford wurde sechs Prozent mehr Wagen los, General Motors drei Prozent.
GM unangefochten Nummer eins
Die Deutschen sind trotz hoher Zuwachsraten aber noch weit von den Absatzzahlen der drei großen US-Hersteller entfernt: General Motors, mit denen VW genau wie Toyota um den Rang des weltweit größten Autobauers kämpft, konnte im November den Absatz zwar nur um 3,4 Prozent steigern, setzte aber nach absoluten Zahlen mit knapp 186.500 Fahrzeugen gut fünfmal so viele Fahrzeuge ab wie die Wolfsburger.
Bei VW findet besonders der Passat weiter reißenden Absatz. Das Modell legte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent zu. Die zweite tragende Säule ist der Jetta, bei dem der Absatz um etwa zehn Prozent stieg. Seit Jahresbeginn hat VW mehr als 394.000 Autos in den USA verkauft und damit 35 Prozent mehr als in den ersten elf Monaten 2011. Die Stückzahlen der Premiumhersteller liegen merklich niedriger.
Stand: 04.12.2012, 07:52 Uhr