Seitenueberschrift

Technologie 2015

Ausblick 2015 Technologie

China holt weiter auf

Harter Kampf im High-Tech-Sektor

Die Marktanteile im Computer-, Smartphone- oder Halbleiter-Geschäft bleiben auch im kommenden Jahr hart umkämpft. Arrivierte Hersteller versuchen sich in ihrer beherrschenden Position zu halten. Aber neue Konkurrenz - vor allem aus China - wird ihnen 2015 das Leben schwer machen.

Xiaomi kennt in Deutschland fast noch niemand. Das Unternehmen stellt Smartphones her, das dominierende Gerät der gesamten Technologiebranche - und Xiaomi hat große Pläne. Im dritten Quartal stieß das chinesische Unternehmen in die Top 5 der weltweiten Hersteller vor, steigerte seine Verkaufszahlen im Jahresvergleich um 336 Prozent und ist in China bereits Marktführer. Die Vorherrschaft der beiden Smartphone-Giganten Samsung und Apple, die derzeit noch Marktanteile von 24,4 beziehungsweise 12,7 Prozent halten, könnte schon bald ins Wanken geraten. Das Ranking der größten Smartphone-Produzenten besteht neben den beiden Platzhirschen nur noch aus chinesischen Firmen. Neben Xiaomi (Platz 4) sind auch Huawei (Platz 3) und Lenovo (Platz 5) auf dem Vormarsch.

Smartphone bleibt die "Killer-App"

Sowohl für Apple als auch für Samsung besteht allerdings im Jahr 2015 weiterhin die große Chance, insgesamt mehr ihrer High-Tech-Geräte an den Kunden zu bringen. Laut dem Analysehaus Gartner wächst der Smartphone-Markt derzeit mit rund 20 Prozent, ein Ende ist nicht abzusehen. In den kommenden Jahren wird sich der kleine Alleskönner weiterhin milliardenfach verkaufen. Auch für Menschen in ärmeren Regionen wird das internetfähige Gerät immer stärker verfügbar. Laut den Marktforschern gibt es eine Tendenz zu günstigeren Massenprodukten - binnen weniger Jahre soll jedes zweite Gerät für unter 100 Dollar verkauft werden.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
92.57
Differenz absolut
0.48
Differenz relativ
+0.53%

PC-Hersteller fristen ihr Dasein

Einer der größten Smartphone-Hersteller ist auch die Nummer eins in der PC-Branche. Dass Lenovo - aus China - seit dem zweiten Quartal mehr Smartphones (15,8 Millionen) als Computer in Form von Desktops, Laptops oder Tablet PCs verkaufte, zeigt die Dominanz des kleinen Alleskönners in der Branche. Im PC-Segment liegt Lenovo, das einst den Computer-Bereich von IBM übernahm, vor den US-Rivalen Hewlett Packard und Dell und dem taiwanesischen Hersteller Acer.

Verschiebungen im vergleichsweise langsam wachsenden Markt sind auch 2015 kaum zu erwarten. Apple, eigentlich im PC-Bereich eher ein Nischenplayer, wird es nach Expertenschätzungen schaffen, unter die Top 5 der Hersteller vorzudringen. Die Marktforscher von IDC sehen Apple mit derzeit rund 6,5 Prozent Marktanteil inzwischen vor Asus (ebenfalls Taiwan). Insgesamt stagnierte der PC-Markt im zuende gehenden Jahr praktisch. Wachstumsimpulse werden noch am ehesten von Unternehmensseite erwartet. In den vergangenen Monaten wurden die Investitionen in PCs und Server in vielen Firmen leicht nach oben geschraubt.

Nur noch "moderates" Wachstum für Chip-Hersteller

Ein kleines Comebank hat im abgelaufenen Jahr die Halbleiterindustrie geschafft (sehen Sie dazu auch unseren Chip-Ausblick auf 2014). Das Jahr 2014 wird wohl mit Wachstumsraten von neun Prozent im Vergleich zu 2013 im Chip-Bereich abgeschlossen werden, das hat der Branchenverband SIA Anfang Dezember geschätzt. In den beiden kommenden Jahren gehen die Marktbeobachter von einem "moderaten" Wachstum in der Halbleiterbranche aus. 2015 rechnet man mit deutlich bescheideneren Zuwächsen von 3,4 Prozent.

Für die Großen der Chip-Branche eine eher ungewöhnliche Phase, der Sektor ist sonst oft in einem unerfreulichen "Schweinezyklus" aus Überkapazitäten und anschließendem Preisverfall mit einer Marktbereinigung unter den Anbietern gefangen. Marktführer Intel, aber auch die deutsche Infineon, dürften damit 2015 ihr "Auskommen" haben, dynamisches Wachstum allerdings steht im kommenden Jahr nicht auf der Agenda.

AB

1/10

Tech-Gorillas in der Übersicht

Technologieaktien 2015

Samsung GDR: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Samsung GDR

Der Technologie-Gigant aus Südkorea wankt nicht, aber sein Leben wird schwerer werden. Sinkende Margen im Smartphone-Geschäft durch die erstarkte Konkurrenz sorgten zuletzt bereits für sinkende Gewinne. Allerdings ist Samsung breit aufgestellt und dürfte im Tech-Biz der kommenden Jahre eine tragende Rolle spielen.

Samsung GDR: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Samsung GDR

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Apple

Google: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Google

Lenovo: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Lenovo

Hewlett-Packard: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Hewlett-Packard

Intel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Intel

Infineon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Infineon

Dialog Semiconductor: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Dialog Semiconductor

Sony: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Sony

Aixtron: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Aixtron

Darstellung: