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Mercedes, Audi und BMW

Neue Studie zur Profitabilität

Daimler und BMW an der Spitze

Stand: 03.04.2017, 11:50 Uhr

Im Rennen um die höchsten Absatzzahlen der Premiumhersteller hat Daimler den Konkurrenten BMW im vergangenen Jahr überholt. Doch gemessen an der Profitabilität hinken die Stuttgarter weiter hinterher.

Zunächst die Gemeinsamkeiten: BMW und Daimler waren im vergangenen Jahr die profitabelsten Autobauer der Welt. Das zeigt die neueste Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) zu diesem Thema. Danach schaffte BMW auf den gesamten Konzern gerechnet eine Ebit-Marge von 10,0 Prozent, Daimler erreichte dagagen "nur" 8,4 Prozent. Allein auf das Autogeschäft bezogen hätte Daimler den Rivalen auch bei der Marge überholt. Belastet wurde das Ergebnis jedoch durch den Gewinneinbruch in der LKW-Sparte zum Jahresende. Hier erzielte der Konzern statt acht Prozent eine Marge von 5,9 Prozent.

Auch Toyota ist im letzten Jahr zurückgefallen. Wegen der starken Landeswährung Yen ging der Gewinn zurück, so dass der Konzern bei der Profitabilität international auf Rang drei abgerutscht ist. Der internationale Vergleich ist nur konzernweit möglich, da nicht alle Autobauer wie die Deutschen ihre Sparten einzeln ausweisen.

Stefan Wolff

Daimler und BMW sind profitabler als Toyota

Toyota ist in absoluten Zahlen Nummer eins

In absoluten Zahlen fuhr Toyota indes trotz des Einbruchs um gut ein Viertel auf 17,5 Milliarden Euro das höchste operative Ergebnis in der Branche ein. Daimler liegt mit 12,9 Milliarden Euro auf dem zweiten Platz und BMW mit 9,4 Milliarden Euro auf Rang drei. Gemessen an den Absatzzahlen hat Daimler im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren BMW überholt. Die Verkäufe der Kernmarke Mercedes (ohne Smart) durchbrachen die Schallmauer von zwei Millionen. 2,084 Millionen Autos verkaufte Mercedes insgesamt. Das ist ein Plus von 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist Mercedes-Benz die absatzstärkste Premiummarke, BMW verkaufte knapp zwei Millionen Autos (ohne Mini). Auf den dritten Platz kommt Konkurrent Audi mit 1,87 Millionen verkauften Wagen.

Den weltweiten Spitzenplatz bei den Absatzzahlen ist es erstmals dem Volkswagen-Konzern gelungen, den Spitzenplatz zu erobern, mit 10,21 Millionen Fahrzeugen, knapp vor Toyota (10,17 Millionen) und General Motors mit 10,01 Millionen. Beim operativen Ergebnis gemessen am Umsatz liegen die Wolfsburger dagegen auf Platz 14. Grund ist die schwächelnde Marge bei der Kernmarke VW.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
83,60
Differenz relativ
-0,68%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
65,34
Differenz relativ
-0,23%

Das stärkste Wachstum verbuchten die Hersteller wieder in China, wo der Absatz um neun Prozent stieg. In Westeuropa ging es um knapp sechs Prozent nach oben, während das US-Geschäft stagnierte.

Investitionen zurückgefahren

In diesem Jahr dürfte die Wachstumszahlen deutlich kleiner ausfallen. Im Januar und Februar lag das Plus weltweit nur noch bei einem Prozent. "Das Wachstum schwächt sich ab, weil der US-Markt schwächelt, China einen Gang zurückschaltet und auch in Europa die Dynamik nachlässt", sagte EY-Autoexperte Peter Fuß. Den europäischen Herstellern dürfte vor allem der Rückgang des Diesel-Absatzes vor Probleme stellen. Indes rechnet Fuß damit, dass die Verluste für einen zusätzlichen Schub bei Plug-In-Hybridantrieben und Elektroantrieben sorgen dürfte.

Den Rückgang vorwegnehmend, haben die führenden Autokonzerne im vergangenen Jahr ihre Investitionen in neue oder modernere Fabriken massiv zurückgefahren: Die Zahl der neu initiierten Investitionsprojekte sank um 45 Prozent von 179 auf 98, der Gesamtwert ging sogar um 69 Prozent von 52,5 auf 16,3 Milliarden Euro zurück, haben die "EY"-Experten errechnet.

lg/dpa

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