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Aktien im Sog des Ölpreises Ölförderer und -zulieferer unter Druck

BP: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

BP

BP hat 2015 schon drei Mal den Rotstift angesetzt und das Investitionsprogramm zusammengestrichen. Immer noch plant der Öl-Multi aber für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 19 Milliarden Dollar. Die BP-Aktie hat arg gelitten. Im Mai gelang der Aktie noch ein Zwischenhoch nahe 6,80 Euro, danach fiel sie bis auf 4,40 Euro. Auf dieses Jahrestief ist das Papier nach einer Zwischenerholung aktuell wieder zurückgefallen.

Aktien im Sog des Ölpreises Ölförderer und -zulieferer unter Druck

BP: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

BP

BP hat 2015 schon drei Mal den Rotstift angesetzt und das Investitionsprogramm zusammengestrichen. Immer noch plant der Öl-Multi aber für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 19 Milliarden Dollar. Die BP-Aktie hat arg gelitten. Im Mai gelang der Aktie noch ein Zwischenhoch nahe 6,80 Euro, danach fiel sie bis auf 4,40 Euro. Auf dieses Jahrestief ist das Papier nach einer Zwischenerholung aktuell wieder zurückgefallen.

Royal Dutch Shell: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Royal Dutch Shell

Das britisch-niederländische Unternehmen vermeldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 1,94 Milliarden Dollar (1,75 Milliarden Euro) für 2015 - nach fast 15 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der norwegische Ölriese Statoil rutschte sogar tief in die roten Zahlen.

Conoco Phillips: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Conoco Phillips

Auch der US-Ölriese Conoco Phillips will rund eine Milliarde Dollar an Kosten einsparen, solange der Ölpreis so niedrig ist. Der drittgrößte US-Ölkonzern streicht rund fünf Prozent der Stellen, das sind rund 1.000 Arbeitsplätze. Die Aktie hat eine Berg- und Talfahrt hinter sich. Nach einer kurzen Erholung im Mai, die den Kurs wieder auf 64 Euro brachte, stürzte die Aktie danach ab. Immerhin bietet die Aktie wie auch die von BP und Shell eine ansehnliche Dividendenrendite. Conoco hat die Ausschüttung sogar jüngst erhöht, ziemlich ungewöhnlich in der Banche, zumal der Konzern gerade rote Zahlen schreibt. Angesichts der fallenden Ölpreise fragt sich mancher Investor, wie sicher die Dividenden der Ölkonzerne in Zukunft noch sind.

Rosneft GDR: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Rosneft GDR

Auch die russischen Ölriesen haben Projekte verschoben oder gar gestoppt. Sie leiden nicht nur unter dem Ölpreis-Verfall, sondern auch unter den Sanktionen: Westliche Fördertechnologien stehen nicht mehr zur Verfügung, neue Projekte werden nicht mehr von westlichen Banken finanziert. Für den russischen Branchenriesen Rosneft kam es sogar noch dicker. Präsident Putin drängte den Ölkonzern dazu, den Benzinpreis in Russland zu senken. Die Aktie von Rosneft ist wie viele andere Ölaktien kräftig eingebrochen. Im dritten Quartal schlug sich der Konzern vergleichsweise gut und musste nur einen Gewinnrückgang von 16 Prozent verkraften. Was Rosneft zu schaffen macht, sind zudem die irrsinnig hohen Schulden von mehr als 56 Milliarden Dollar.

Schlumberger: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Schlumberger

Unter den Einsparungen der Ölgiganten leiden auch die Ausrüster. So zum Beispiel Schlumberger. Der weltgrößte Ingenieursdienstleister für die Ölbranche hat sich deshalb ein Sparprogramm auferlegt. Unter anderem wird die Flotte von Spezialschiffen zur Erkundung des Meeresbodens verkleinert. Die Belegschaft wird um rund 15 Prozent reduziert, rund 20.000 Stellen fallen weg. Die Aktie hat arg gelitten und testet derzeit eine dreifache Unterstützung bei 60 Euro.

Halliburton: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Halliburton

Halliburton ist nach Schlumberger der weltweit zweitgrößte Anbieter von Ausrüstungen und Dienstleistungen für den Bau und den Unterhalt von Öl-Plattformen und Raffinerien. Auch er leidet. Gewinn und Umsatz schrumpfen enorm. Immerhin scheinen die ersten Maßnahmen zur Kostensenkung zu greifen. Der Konzern baut Stellen ab. Aber der Konzern denkt zugleich eine Nummer größer: mit der Übernahme von Baker Hughes. Davon verspricht sich Halliburton Synergien und schließt Lücken im Produkt-Angebot.

Schoeller-Bleckmann: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Schoeller-Bleckmann

Auch Ausrüster Schoeller-Bleckmann gehört zu den Leidtragenden. Die österreichische Ölfeld-Servicefirma, die Bohrköpfe und Bohrgestänge für die Suche nach Öl und Gas herstellt und damit große Ölkonzerne beliefert, hat in den ersten neun Monaten Miese gemacht. Angesichts des Sparkurses vieler großer Ölkonzerne schließt Schoeller-Bleckmann einen Verlust im Gesamtjahr nicht aus. Da sich der Ölpreis innerhalb eines Jahres gut halbiert hat, ist auch die Anzahl der Bohrtürme weltweit rund um die Hälfte geschrumpft; die Ölfirmen kürzten ihre Investitionen um bis zu 30 Prozent. SBO hat bereits 400 Stellen abgebaut.

Ob die Aktionäre eine Dividende bekommen, hänge von einigen Parametern ab, sagte Konzernchef Gerald Grohmann. Die Aktie ist im österreichischen Leitindex ATX notiert.

Continental Resources: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Continental Resources

Opfer des niedrigen Ölpreises wird zunehmend die Fracking-Industrie. Schon unter 80 Dollar je Barrel rechnet sich die Schiefergas-Erschließung in der Regel nicht mehr. Die Investoren stoßen daher Fracking-Aktien ab. So ist die Aktie von Continental Resources, einem der Marktführer im Geschäft mit dem Schieferöl, im vorigen Jahr regelrecht verfallen. In diesem Jahr hat sich der Kurs von der Spitze aus mehr als halbiert.

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